Ärzte tun es als Schulstress ab: Dann verliert 17-Jährige ihr Gedächtnis
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Ärzte tun es als Schulstress ab: Dann verliert 17-Jährige ihr Gedächtnis

Rafaela Domingos Beschwerden werden nicht ernst genommen, bis es beinahe zu spät ist. Dann muss sie in künstliche Koma versetzt werden, als ihr Körper nicht mehr kann.

Die 17-jährige Engländerin schläft schon seit einer Weile schlecht, schlafwandelt und hat sogar Anfälle. Ihr immer ungewöhnlicheres Verhalten schieben alle auf den Stress. Der ist aber nicht der Grund für ihre zunehmenden Anfälle.

Sie erkennt ihre Eltern nicht mehr

Als sie in der Schule ist, hat sie einen besonders schlimmen Ohnmachtsanfall. Danach erinnert sie sich nicht mal mehr, wie ihre Eltern heißen. Sie erkennt sie auch im Krankenhaus nicht wieder. Die Ärzte wissen nicht, was mit der Schülerin los ist.

Bald hat ihr Vater Jorge Geburtstag und Rafaela Mutter Florbela bringt eine Geburtstagskarte ins Krankenhaus, die Rafaela unterschreiben soll. Plötzlich kann sie nicht einmal mehr schreiben. Ihre Mutter ruft sofort die Ärzte.

Der Schülerin geht es immer schlechter.  Carol Yepes@Getty Images

Familie ist geschockt von der Diagnose

Endlich erkennen sie, woher die Anfälle und das Schlafwandeln stammen. Rafaela leidet an Enzephalitis. Dabei handelt es sich um eine Gehirnentzündung, die meist durch Viren ausgelöst wird.

Auch bei Masern kann eine Gehirnhautentzündung entstehen, weshalb den meisten eine Impfung wichtig erscheint. Das Gehirn schwillt an und drückt auf den Hirnstamm.

Auch wenn die Ärzte jetzt wissen, woran die Schülerin leidet, können sie ihr nicht sofort helfen. Eine Serie von Behandlungen hat nicht angeschlagen. Sie muss zwischenzeitlich sogar ins künstliche Koma versetzt werden. Hier könnt ihr erfahren, was ein Komapatient tatsächlich alles mitbekommt.

Aber dann schlagen die Ärzte eine Blutwäsche vor. Das Blutplasma muss komplett ausgewechselt werden, wofür das Blut außerhalb des Körpers gefiltert und anschließend wieder in den Körper gepumpt wird.

Rafaela ist vollständig geheilt

Rafaela bemerkt sofort die Veränderungen. Sie kann ihre Arme wieder benutzen und schreiben. Die Behandlung schlägt gut an und heute, drei Jahre später, geht es der jungen Frau wieder gut.

Der einzige Schaden, der wohl für immer bleiben wird, ist der Gedächtnisverlust. Sie kann sich an die zwei Monate vor und nach der Diagnose nicht erinnern und ihre Erinnerungen fangen erst dann wieder an, als sie das Krankenhaus nach zehn Wochen endlich wieder verlassen kann.

Von Maximilian Vogel

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