Baden-Württemberg greift durch: Beim Fernbleiben vom Präsenzunterricht drohen Bußgelder

Ab September müssen Schüler:innen in Baden-Württemberg wieder am Präsenzunterricht teilnehmen. Die Anwesenheit ist obligatorisch - wer sich weigert, muss mit Strafen rechnen.

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So, wie während der letzten eineinhalb Jahre viele Erwachsene im Homeoffice arbeiten, folgen die Schüler Deutschlands einen Großteil der Zeit ihrem Schulunterricht von Zuhause aus.

Doch die schlimmste Periode der Corona-Pandemie scheint laut Politik und Wissenschaft überstanden. Daher müssen bald alle Schüer:innen wieder zurück ins Klassenzimmer.

Ab September ist Präsenzunterricht angesagt

Aufgrund von Corona müssen Eltern im vergangenen Jahr keinen besonderen Grund vorlegen, um ihr Kind aus der Schule zu nehmen und von Zuhause aus lernen zu lassen.

Doch das ändert sich jetzt schlagartig. Zumindest in Baden-Württemberg gelten ab Beginn des neuen Schuljahres strenge Regeln, was das freiwillige Fernbleiben vom Präsenzunterricht betrifft.

Wer nicht kommt, wird bestraft

Diejenigen, die nicht in die Schule kommen müssen sich auf die Folgen vorbereiten. Norbert Brugger, Bildungsdezernent des Städtetags sagt gegenüber der Nachrichtenagentur dpa:

Für die Befreiung vom Präsenzunterricht bedarf es im neuen Schuljahr besonderer, durch ein ärztliches Attest bestätigter Gründe.

Denn mit einem Prozent hält sich die Zahl der Schüler:innen, die dem Unterricht im Klassenraum fernbleiben, relativ gering, aber dieser kleine Anteil gestaltet sich problematisch.

Denn darunter fallen neben Kindern, die Eltern vor Corona schützen wollen, auch solche, die sich einfach vor der Schule drücken wollen und für die Lehrer:innen unerreichbar sind.

Buß- und Zwangsgelder

Diejenigen Schüler:innen, die es versäumen, einen Impfnachweis, zwei mal pro Woche einen Testnachweis oder einen Nachweise von Genesung vorlegen, haben demnach kein Anrecht auf Fernunterricht.

Gleichzeitig dürfen sie aber den Präsenzunterricht nicht besuchen. Ihr Fernbleiben komme einer Verletzung der Schulpflicht gleich. Weiterhin können die Kommunen Strafgelder verhängen.

So können Bußgelder zwischen 5 und 1000 Euro fällig werden, wenn mildere Strafen wie Nachsitzen nicht fruchten. Im härtesten Fall kann sogar die Polizei eingreifen, und den oder die betroffene Schüler:in persönlich in die Schule bringen.

In den ersten Schultagen wird unter anderem wegen Urlaubsrückkehrern die Maskenpflicht bestehen bleiben. Worauf die Schulen bei der Delta-Variante achten müssen, erfahrt ihr im Video.

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