Erhöht Tee das Krebsrisiko?

Erhöht Tee das Krebsrisiko?

Eine chinesische Studie hat jetzt ergeben, dass sehr heiß getrunkener Tee das Risiko erhöht, an Speiseröhrenkrebs zu erkranken, insbesondere bei Menschen, die stark rauchen oder übermäßig Alkohol konsumieren.

Eine Studie chinesischer Wissenschaftler hat vor Kurzem ergeben, dass Menschen, die Tee trinken, einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, an einem Ösophagus-Karzinom (Speiseröhrenkrebs) zu erkranken, und zwar dann, wenn sie den Tee siedend heiß trinken. Es gab zwar schon Untersuchungen über einen Zusammenhang zwischen dem Genuss brühheißer Getränke und Krebserkrankungen, doch bislang ohne schlüssige Ergebnisse. Erst als die Forscher eine Verbindung zwischen heißem Tee und Tabakgenuss sowie Alkoholkonsum herstellten, wurden sie fündig.

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An der Studie haben über 450.000 Menschen im Alter von 30 bis 79 Jahren aus mehr als zehn chinesischen Regionen über einen Zeitraum von neun Jahren teilgenommen. Am Ende der in der Fachzeitschrift Annals of Internal Medicine erschienenen Studie sind 1731 neue Fälle von Speiseröhrenkrebs diagnostiziert worden.

Die Forscher haben festgestellt, dass die Studienteilnehmer, die nicht mehr als einmal pro Woche heißen Tee trinken und täglich weniger als 15 g Alkohol konsumieren, kein erhöhtes Krebsrisiko haben. Bei Studienteilnehmern dagegen, die täglich heißen Tee trinken und viel rauchen, verdoppelt sich den wissenschaftlichen Testergebnissen zufolge das Krebsrisiko. Und bei denjenigen, die heißen Tee sowie täglich 15 g Alkohol und mehr konsumieren, ist das Risiko sogar fünfmal so hoch.

Jun Lv, einer der Studienleiter und Professor am Institut für Öffentliche Gesundheit der Universität Peking erklärte in einem Interview mit dem TIME Magazin: Um das Risiko, an Speisröhrenkrebs zu erkranken, möglichst klein zu halten, sollten starke Raucher und Alkoholtrinker darauf verzichten, sehr heißen Tee zu trinken.“ Und er fügte noch hinzu: „Wer auf ein Übermaß an Alkohol und Tabak verzichtet, der kann demnach unbesorgt heißen Tee trinken und darf darauf hoffen, dass er seine gute Gesundheit erhalten kann.“

Fred Eilig
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