BioNTech und Moderna: WHO untersucht drei neue Nebenwirkungen

Die Europäische Arzneimittelbehörde untersucht die Verbindung zwischen den Impfstoffen von BioNTech und Moderna und drei Krankheitsbildern.

Die Impfstoffe von BioNTech und Moderna haben weltweit in besonderem Maße zur Bekämpfung des Coronavirus beigetragen. Die positiven Eigenschaften überwiegen bei Weitem die mit einer Impfung einhergehende Risiken oder Komplikationen.

Kürzlich wurden jedoch drei weitere Nebenwirkungen identifiziert, die mit den beiden Impfstoffen in Verbindung stehen. Die Europäische Arzneimittelagentur untersucht den Zusammenhang gerade noch.

Zusammenhang zu BioNTech und Moderna?

Mehr als die Hälfte der Deutschen haben mittlerweile zumindest eine erste Impfung erhalten. Doch nach wie vor werden immer wieder neue Nebenwirkungen gemeldet. Auch wenn das Risiko von Komplikationen sehr gering ist, untersucht die EMA aktuell die Verbindung zwischen den Impfstoffen von Moderna und BioNTech zu drei Krankheitsbildern.

Im Visier der Gesundheitsbehörde: eine allergische Hautreaktion, auch Erythema multiforme genannt und zwei Nierenerkrankungen. Auf Nachfrage erklärt BioNTech in einer Stellungnahme:

Wir nehmen unerwünschte Ereignisse, die potenziell in Zusammenhang mit unserem Covid-19-Impfstoff stehen, sehr ernst. Wir überwachen diese Ereignisse streng und sammeln relevante Informationen, um globale Aufsichtsbehörden darüber in Kenntnis zu setzen.

Drei neue Nebenwirkungen

Laut der EMA verursacht die besagte Hauterkrankung kreisförmige Hautveränderungen, welche auch die Schleimhäute im Körperinneren betreffen können.

Bei den zwei Nierenerkrankungen handelt es sich um das sogenannte nephrotische Syndrom und die Glomerulonephritis. Beim nephrotischen Syndrom wird zu viel Eiweiß über den Urin ausgeschieden.

Die Symptome

Die Glomerulonephritis führt zu Entzündungen der Nierenkörperchen. Symptome dieser Nierenerkrankungen sind Erschöpfungserscheinungen, blutiger oder schaumiger Urin sowie Ödeme – Anschwellen der Augenlider, Füße oder des Bauchraums.

Einige der unter Beobachtung stehenden Patient:innen hatten bereits im Vorfeld Nierenbeschwerden. Außerdem untersucht die EMA mögliche Nebenwirkungen, die die Impfungen auf die Menstruation haben könnten.

BioNTech erklärte, man wolle dem Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz der EMA mit Daten und Analysen unterstützend zur Seite stehen.

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