Blasenentzündung nach dem Sex als häufiges Frauenleiden: Das kannst du dagegen tun
Blasenentzündung nach dem Sex als häufiges Frauenleiden: Das kannst du dagegen tun
Blasenentzündung nach dem Sex als häufiges Frauenleiden: Das kannst du dagegen tun
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Blasenentzündung nach dem Sex als häufiges Frauenleiden: Das kannst du dagegen tun

Die Hälfte aller Frauen erleidet einmal in ihrem Leben eine Blasenentzündung - bedeutend häufiger als Männer. Das muss aber nicht sein, denn man kann gut dagegen vorbeugen. Wir verraten dir auch, wie du sie behandeln kannst, wenn es schon zu spät ist.

Viele Frauen haben vor allem nach dem Sex mit Blasenentzündungen zu kämpfen. Aber wie entstehen sie überhaupt? Es kann zu einer Blasenentzündung kommen, wenn Bakterien in die Harnröhre und in die Blase geraten.

Die Harnröhre ist mit nur vier Zentimetern bei Frauen kürzer als bei Männern, deshalb sind sie auch häufiger betroffen. Die Bakterien können schneller in die Harnröhre gelangen.

So äußert sich eine Blasenentzündung

Vor allem beim Sex, durch die Reibung und Schleimhautreizungen, können die Erreger in die Harnröhre gelangen. Eine Harnwegsinfektion kann kurz danach oder auch bis zu drei Tage nach dem Geschlechtsverkehr auftreten.

Eine Blasenentzündung äußert sich wie folgt. Der Harndrang wird häufiger und stärker. Man muss mehrmals in der Stunde auf die Toilette, aber es kommt kaum Urin. Außerdem brennt es beim Wasserlassen in der Harnröhre und Blase.

Wann man zum Arzt gehen sollte

Wer dem Drang nachgibt und auch noch versucht zu pressen, kann die Symptome noch verstärken. Die gute Nachricht ist, dass man eine Blasenentzündung auch selbst behandeln kann.

Zum Arzt sollte man aber gehen, wenn die Entzündung länger als fünf Tage anhält, man Fieber oder Blut im Urin hat. Auch Schwangere und chronisch Kranke sollten direkt zum Arzt gehen.

Wer eine Blasenentzündung hat, dem dürften folgende Tipps helfen. Zum einen ist Wärme notwendig, beispielsweise mittels einer Wärmflasche. Außerdem hilft es, viel zu trinken. Zwei Liter am Tag sind ein guter Durchschnitt. Es gibt auch spezielle Blasentees, die ebenfalls helfen.

Blasenentzündungen können von unangenehm bis richtig schmerzhaft sein.  bymuratdeniz@Getty Images

Produkte aus der Naturheilkunde

Aber auch in der Naturheilkunde gibt es einige wirksame Substanzen. Dazu gehören Präparate mit Goldrutenkraut, Bärentraubenblätter, Birkenblätter oder Hauhechelwurzel. Mit der Flüssigkeit, Wasser mit/ohne Präparate und Tees, werden auch die Erreger ausgeschieden.

Außerdem soll es auch helfen, wenn man Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel miteinander mischt. Dadurch entstehe eine antimikrobielle Wirkung und die Heilung werde gefördert, so die Heilpraktikerin Ulrike Schäfer gegenüber Cosmopolitan.

Vorbeugung gegen Blasenentzündung

Man kann einer Blasenentzündung übrigens auch vorbeugen, was viele Frauen nicht wissen. Nach dem Sex sollte man die Blase entleeren, damit Bakterien direkt wieder ausgeschieden werden.

Außerdem sollte man den Intimbereich waschen, lauwarmes Wasser ist dafür ausreichend. Intimreinigungsgels können den pH-Wert schädigen und sind nicht zu empfehlen - einer von vielen Fehlern, den man bei der Körperpflege machen kann.

Außerdem sollte man bereits vor einer Blasenentzündung zwei Liter am Tag trinken. Tees aus Brennessel und grüner Tee kurbeln zudem den Harndrang an. Tees aus Birkenblättern, Bärentraubenblättern sowie Cranberrysaft können ebenfalls eine vorbeugende Wirkung haben.

D-Mannose und ein gutes Gleitgel

Viele Frauen schwören zudem auf D-Mannose, was gegen eine gereizte Blasenschleimhaut hilft - mehr dazu im Video. Wie eben bereits angesprochen, ist auch Wärme wichtig. Wenn man friert, fährt das Immunsystem herunter und die Abwehrkräfte werden geschwächt. Dadurch können Bakterien schlechter bekämpft werden.

Beim Sex selber sollte auf Reibung vermieden werden. Ein gutes Gleitgel kann wahre Wunder wirken! Wenn man zwischen Anal- und Vaginalverkehr wechseln will, sollte der Mann zwischendurch ein neues Kondom benutzen oder den Penis waschen. So kann verhindert werden, dass Darmbakterien in die Harnröhre gelangen.

Von Maximilian Vogel

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