BMI: Wie du ihn ermittelst und warum er nicht immer zuverlässig ist
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BMI: Körpermasseindex berechnen und gesundes Idealgewicht erreichen

Ein gesundes Körpergewicht ist nicht nur für unser Wohlsein wichtig, sondern auch für unsere Gesundheit. Seit Jahrhunderten verwenden Ärzte den BMI, um unser Idealgewicht zu ermitteln - doch das sogenannte Körpermasseindex hat so seine Tücken!

Wer hat ihn nicht wenigsten einmal mit Hilfe einer mobilen Anwendung oder einem Gesundheitsportal im Internet berechnet? Den famosen BMI (Body Mass Index) oder zu Deutsch die Körpermassezahl, respektive den Körpermasseindex.

Der Körpermasseindex oder BMI (Body Mass Index)

Der nach dem belgischen Statistiker Adolphe Quetelet und dem österreichischen Sozialhygieniker Ignaz Kaup benannte Quetelet-Kaup-Index ist eine Maßzahl, die entwickelt wurde, um das gesunde Körpergewicht eines Menschen im Verhältnis zu seiner Körpergröße zu berechnen und so Gewichtsprobleme rasch zu erkennen.

Diese Maßzahl wurde übrigens auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) übernommen, da sie sich gut dazu eignet, das Normalgewicht von Erwachsenen und Jugendlichen nach Geschlecht und Altersgruppe zu bewerten und so gegen Fettleibigkeit zu reagieren, eine der Geiseln unserer modernen Gesellschaft.

Trotzdem ist der BMI mit Vorsicht zu handhaben und am besten unter der Aufsicht eines Arztes zu konsultieren. Sprich mit ihm darüber, wie viel Gewicht du abnehmen möchtest, oder - im gegenteiligen Fall - du zunehmen möchtest.

Seinen BMI berechnen

Zur Berechnung deines BMI stehen dir die verschiedensten Berechnungs-Tools auf Gesundheitsportalen zur Verfügung.

Doch du kannst ihn auch einfach selbst berechnen, wenn du deine mathematischen Fähigkeiten ein bisschen aktivierst und deine Körpermasse in Kilogramm durch dein Körpergewicht in Metern zum Quadrat teilst.

Für eine 1,65 m große Person mit einem Gewicht von 55 kg, unabhängig von Alter und Geschlecht, berechnest du den BMI dementsprechend folgendermaßen: 55 kg / (1,65 m x 1,65 m) = 55 kg / 2,7225 = 20,20 kg/m2.

Die Person hat einen BMI von 20,20 kg/m2 und ist somit "normalgewichtig", da dieser Wert gemäß der Adipositas-Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation zwischen 18,5 kg/m² und 24,99 kg/m² liegt und damit dem einer Person mit Normalgewicht entspricht.

Mit dem BMI ermittelt: Ab wann bin ich untergewichtig, bzw. fettleibig?

  • Von Adipositas Grad III bzw. extremer Fettleibigkeit ist bei BMI-Werten ab 40 kg/m2 die Rede
  • Von Adipositas Grad II bzw. mittelschwerer Fettleibigkeit spricht man bei BMI-Werten zwischen 35 und 40 kg/m2
  • Von Adipositas Grad I bzw. Fettleibigkeit ist bei einem BMI-Wert zwischen 30 und 35 kg/m2 die Rede und
  • von Übergewicht bei Werten zwischen 25 und 30 kg/m2
  • von Untergewicht bei BMI-Werten von 16,5 und 18,5 kg/m2
  • von Unterernährung bei BMI-Werten unter 16,5 kg/m2

So erreichst du einen normalen BMI

Dein Idealgewicht ist das Gewicht, mit dem du dich in deinem Körper schön findest und wohl fühlst, sowohl physisch als auch psychisch. Doch darüber hinaus ist wichtig, dass es kein Gesundheitsrisiko für dich darstellt.

Daher ist ein normaler BMI nicht unbedingt ein Garant für Gesundheit und Höchstform. Leichtes Übergewicht kann bei sportlichen Menschen auch durch eine größere Muskelmasse bedingt sein und ist nicht unbedingt immer mit Fettanteil gleichzusetzen. Mehr dazu erfährst du in unserem Video.

Bevor du also beschließt, abzunehmen und deine Ernährung umzustellen, solltest du unbedingt erst einmal mit deinem Arzt darüber reden.

Um einen gesunden BMI zu erreichen, empfehlen sich Sport und ausreichende Bewegung sowie eine ausgewogene Ernährung mit viel Salat und Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, fettarmem Fisch, Pflanzenölen, kalorienarmem Obst mit wenig Zuckergehalt und vor allem jegliches Vermeiden von Stress.


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