Brustkrebs: Forscher entdecken zwei Risikofaktoren für eine Wiedererkrankung

Heutzutage erkranken immer mehr Frauen an Brustkrebs. In einigen Fällen kehrt die Krankheit oft erst nach Jahren zurück. Woran das liegt, hat ein Forscherteam aus Stockholm zum Gegenstand einer Studie gemacht.

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Jedes Jahr im Oktober rückt die heimtückische Krankheit Brustkrebs wieder ins öffentliche Bewusstsein. Mittlerweile sind die Heilungschancen bei frühzeitiger Erkennung zwar recht gut, allerdings bedeutet das nicht, dass die Krankheit nicht wiederkommen kann. Welche Faktoren für das Auftreten von sogenannten Rezidiven (Rückfällen) oder Metastasen (Tochtergeschwülsten) verantwortlich sind, haben nun schwedische Forscher:innen untersucht.

Tumorgröße und Tumorgrad sind entscheidend

Laut der Deutschen Krebsgesellschaft ist ein Großteil (87 %) der an Brustkrebs erkrankten Frauen fünf Jahre nach der erfolgten Krebsdiagnose noch immer am Leben. Teilweise können dann Jahre oder auch Jahrzehnte ins Land ziehen, bis es zu einem Rückfall kommt.

Wissenschaftler:innen des Karolinska Instituts in Stockholm konnten nun beweisen, das insbesondere die Tumorgröße und der Tumorgrad einen großen Einfluss auf die Langzeitprognose haben. Beide Faktoren tragen in großem Maße dazu bei, ob es zur Metastastenbildung in anderen Körperorganen kommt.

Frauen, die eher einen kleinen Tumor hatten (ca. 10 mm und weniger) und deren Tumorgrad niedrig war, hatten ein wesentlich geringeres Risiko, wieder an Krebs zu erkranken.

Tamoxifen hilft einer Gruppe besonders

In der Studie wurden die Daten von 565 Patientinnen über einen Zeitraum von 25 Jahren festgehalten und verglichen. Die Frauen befanden sich alle in den Wechseljahren und waren ohne Ausnahme an einer besonders aggressiven Form des Brustkrebs erkrankt (HER2-negativer Brustkrebs). Das Risiko für eine Metastasenbildung ist in diesem Fall besonders hoch.

Die Patientinnen bekamen zur Behandlung den Wirkstoff Tamoxifen. Davon profitierten laut der Studie insbesondere Frauen mit größeren Tumoren und all jene mit einem Progesteron-positivem Tumor und niedrigem Tumorgrad.

Ob Rezeptoren für Progesteron oder bestimme molekulare Tumoreigenschaften vorlagen, spielte für die Langzeitprognose eine untergeordnete Rolle.

Da Brustkrebs frühzeitig erkannt werden kann und die Chancen auf Heilung im Falle eines Befundes gut sind, solltet ihr immer fleißig an die Vorsorge denken und von Zeit zu Zeit eure Brust richtig abtasten und vielleicht ab und an mal die Süßigkeiten lieber zur Seite legen, da Zucker das Wachstum von Krebszellen anregen kann.