Zahnarzt stellt Mitarbeitern Impf-Ultimatum: Jetzt wird es eng für ihn
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Zahnarzt stellt Mitarbeitern Impf-Ultimatum: Jetzt wird es eng für ihn

Von Maximilian Vogel
Letzte Änderung

Obwohl es in Deutschland bisher keine Impfpflicht gibt, fordert ein bayerischer Zahnarzt seine Mitarbeiter auf, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Andernfalls droht er mit Konsequenzen. Doch jetzt ermittelt bereits die Staatsanwaltschaft gegen ihn.

Seit Ende Dezember laufen auch in Deutschland die Impfungen gegen das Coronavirus. Zunächst betrifft das Menschen in Pflegeheimen und das Pflegepersonal. Erst danach wird das Vakzin für einen Großteil der Bevölkerung freigegeben. Noch bleibt es den Bürgern frei, ob sie sich impfen lassen möchten oder nicht.

Zahnarzt organisiert Impftermine für Mitarbeiter

Schon jetzt verkündet die australische Fluggesellschaft Quantas aber für internationale Flüge eine Corona-Impfpflicht durchzusetzen. Auch Experten empfehlen, Fitnessstudios, Restaurants und öffentliche Verkehrsmittel nur noch für Menschen, die gegen das Coronavirus geimpft wurden, zugänglich zu machen.

Auch ein Zahnarzt in Bayern stellt seinen Mitarbeitern jetzt ein Ultimatum: Keine Impfung, kein Gehalt. Der Donaukurier berichtet, dass der Chef von zwei Zahnarztpraxen bereits Impftermine für seine Mitarbeiter organisiert habe.

Es werden alle Mitarbeiter und Zahnärzte geimpft. Wer die Impfung nicht möchte, wird ohne Gehalt von der Arbeit freigestellt.
Nur wer sich impfen lässt, wird auch weiterhin bezahlt. WavebreakMediaMicro@Adobe Stock

Chef steht hinter seiner Aussage

Eine schwierige Situation für alle Beteiligten. Mittlerweile gibt der besagte Arzt zu, dass seine Wortwahl unglücklich gewählt war, doch trotzdem steht er hinter dem Kern seiner Aussage:

Ich ziehe das durch. Ich habe mich wirklich damit auseinandergesetzt. Ich stehe sehr hinter dieser Impfung. Wer in Zukunft in einem medizinischen Beruf arbeiten will, wird sich impfen lassen müssen.

Was seine Mitarbeiter davon halten und ob sie bereit sind, dieser Aufforderung nachzukommen ist unklar. Auch, ob eine solche Aussage arbeitsrechtlich durchsetzbar ist.

Aus diesem Grund ermittelt die Staatsanwaltschaft nun gegen ihn. Berufsrechtliche Sanktionen könnten sehr teuer werden, wie die Bild exklusiv berichtet. So meint Christian Ber­ger, der Präsident der bayerischen Landeszahn­ärztekammer:

Arbeits- und berufsrechtlich ist eine Impfpflicht für Praxis­mitarbeiter bisher nicht durchsetzbar. Unabhängig von diesem Sachverhalt ist von Gesetzes wegen die Er­teilung eines Rügebescheids, gegebenenfalls mit Auferle­gung einer Geldbuße bis ma­ximal 5.000 Euro vorgese­hen.

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