Cholesterin: Was das ist und mit welchen Lebensmitteln du deinen Cholesterinspiegel senkst

Cholesterin: Was das ist und mit welchen Lebensmitteln du deinen Cholesterinspiegel senkst

Von Cholesterin haben wir alle schon gehört - das sogenannte Nahrungsfett ist in unserem Körper unverzichtbar. Doch hättest du gewusst, dass es gutes und schlechtes Cholesterin gibt? Und dass sogar 30 Prozent der Deutschen von Problemen mit Cholesterin betroffen sind! Du auch? Wir erklären dir den Unterschied zwischen HDL- und LDL-Cholesterin, welche Risiken überhöhte Werte bieten und mit welchen Lebensmitteln du deinen Cholesterinspiegel senken kannst.

Was genau ist Cholesterin?

Cholesterin ist eine natürliche Körpersubstanz, ein grundlegender Bestandteil unserer Zellen. Das Nahrungsfett hilft, Zellmembranen aufzubauen und erfüllt wichtige Aufgaben für den ganzen Organismus. Doch nicht immer ist Cholesterin gut für den Körper. Haben wir zu viel davon, kann es auch schädlich sein. Dann spricht man von schlechtem Cholesterin.

Cholesterin ist unentbehrlich für die Produktion von Sexualhormonen und die in der Nebenniere gebildeten Hormone. Unser Körper produziert 70 Prozent unseres Cholesterins selbst in der Leber, 30 Prozent nehmen wir über die Ernährung auf. Je mehr Cholesterin wir über die Ernährung aufnehmen, desto weniger stellt unsere Leber her.

Gutes und schlechtes Cholesterin 

Es gibt zwei Arten von Cholesterin. Da das Nahrungsfett nicht wasserlöslich ist, fällt es unserem Körper schwer, es im Blut zu transportieren. Deshalb wird es dafür an Proteine, also Eiweiße, gebunden. Eines dieser Proteine heißt Lipoprotein LPL. Es transportiert das Cholesterin zu den Geweben. Wir bezeichnen es oft als schlechtes Cholesterin, weil es die Arterien verkalkt und damit zu Herz-Kreislauf-Problemen führen kann. Das HDL-Protein dagegen nimmt überschüssiges Cholesterin auf und transportiert es zurück zur Leber, wo es abgebaut wird. Dadurch soll es vor den Ablagerungen schützen: Es ist das sogenannte gute Cholesterin.

Durch eine Blutuntersuchung lassen sich die LDL- und HDL-Cholesterinwerte bestimmen. Als normale Cholesterinwerte in Deutschland gelten ein Gesamtcholesterinwert von max. 2,0 g pro Liter (ca. 5,2 mmol/l), ein LDL-Spiegel von max. 1,6 g pro Liter (ca. 4,1 mmol/l) und ein HDL-Spiegel von mindestens 0,4 g pro Liter (ca. 1 mmol/l). Allerdings ist dein Cholesterinwert auch immer abhängig von deinem Gewicht, deinem Geschlecht und deinem Alter!

Welche Risiken birgt überhöhtes Cholesterin

Überschüssiges Cholesterin kann sich an den Wänden deiner Arterien ablagern und so zu Gefäßverengungen und -verhärtungen führen. Daraus können Atherosklerose und koronare Herzkrankheiten wie Angina pectoris entstehenLetzten Endes können sogar ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall die Folge sein. Herz-Kreislauferkrankungen gehören zu den häufigsten Todesursachen weltweit. 

Ursachen für erhöhtes Cholesterin

Einer der Hauptfaktoren für erhöhtes Cholesterin im Blut ist die Ernährung. Wer viel tierische Lebensmittel mit gesättigten Fettsäuren zu sich nimmt, erhöht sein Cholesterin und damit das Risiko an einer Herzkreislauf-Krankheit zu erkranken. Übergewicht und Fettleibigkeit führen ebenfalls zu einem Cholesterinanstieg bzw. schlechtem Cholesterin im Blut. Was jedoch nicht heißen will, dass schlanke Menschen davor sicher sind. Bei ihnen ist das meist eine Frage des Alters und der Vererbung. Doch auch wenn die Leber nicht gut arbeitet, kann das negative Folgen für das Cholesterin im Blut haben.

Bei Menschen mit Diabetes Typ 2 besteht ebenfalls ein höheres Risiko, „unter schlechtem“ Cholesterin zu erkranken. Und dann sind natürlich auch Rauchen und Stress cholesterinerhöhende Faktoren.

Vorbeugung und Behandlung eines erhöhten Cholesterinspiegels

Für Menschen mit nur leicht erhöhten Cholesterinwerten reichen oft schon gesündere Lebensgewohnheiten und ein veränderter Lebensstil aus, um die Werte wieder zu normalisieren. Sind die Cholesterinwerte dagegen stark überhöht, ist eine medikamentöse Behandlung nötig, um den Cholesterinspiegel im Blut in den Griff zu bekommen. Durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung, ausreichende Bewegung und Sport und weniger Alkohol lässt sich erhöhtes Cholesterin vermeiden.

Ernährungstipps, um schlechtem Cholesterin vorzubeugen:

- Vermeide möglichst gesättigte Fette tierischen Ursprungs wie Butter, fettes Fleisch, Aufschnitt und cholesterinreiche Lebensmittel wie Eigelb, Innereien und Sahne.

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- Bevorzuge mehrfach ungesättigte und einfach ungesättigte Fette pflanzlichen Ursprungs wie Olivenöl, Sonnenblumenöl, Rapsöl, Walnussöl, Traubenkernöl, Fisch, Kalbfleisch und Geflügel.

- Genieße Alkohol nur in Maßen und vermeide es, zu rauchen

Zoe Klaus
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