Nach Corona-Skandal: Corona: Aldi, Lidl & Co. strafen Tönnies ab
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Nach Corona-Skandal: Corona: Aldi, Lidl & Co. strafen Tönnies ab

Der Fleischskandal bei Tönnies hat das Land erschüttert. Nachdem über tausend Mitarbeiter des Schlachthofs positiv auf Corona getestet wurden, kommt es zu einem großen Lockdown in der Region Gütersloh. Nun ziehen auch Discounter wie Aldi Süd und Lidl erste Konsequenzen.

Der Fleischskandal bei Tönnies zieht immer weitere Kreise. Nachdem bei einem Massentest im Stammwerk Rheda-Wiedenbrück fast 1.500 von 6.139 Arbeitnehmern positiv auf Corona getestet wurden, geht ein Aufschrei durch die Republik. Sogar die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung und Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz in der Tönnies-Fleischfabrik.

Fleisch-Abnehmer kündigen weitreichende Konsequenzen an

Doch der Fleischskandal hat weitere Konsequenzen für das Schlachtunternehmen. Immer mehr Großabnehmer des Tönnies-Fleiches kündigen an, ganz oder vorübergehend auf die Zusammenarbeit mit dem Fleischproduzenten zu verzichten. Als eines der ersten Unternehmen kündigte der Discounter Lidl an, die Zusammenarbeit einzufrieren.

Zwar befände sich Lidl noch in Gesprächen mit Tönnies, wie die Sprecherin des Discounters auf Anfrage des Handelsblatts mitteilt, doch bis auf Weiteres beziehen sie ihre Fleischprodukte von anderen Zulieferern. In ihrem Statement erklärt sie weiter:

Um die Warenverfügbarkeit weiterhin zu sichern, bezieht Lidl vorsorglich sein Frischfleisch seit Montag temporär ausschließlich über andere Fleischlieferanten in seinem Lieferantennetzwerk.

Keine Engpässe im Sortiment

Lidl versichert ihren Kunden, dass es trotz der Maßnahmen, zu keinem Engpass oder Leerstand in den Regalen kommen werden: "Bislang hat die Situation bei Tönnies keine Auswirkungen auf unser Fleischangebot." Dem Beispiel von Lidl folgen nun auch andere Discounter.

Aldi Nord und Süd wollen ihre Kooperation mit Tönnies stark einschränken, wie der Discounter auf Anfrage von CHIP mitteilt. Sie beziehen allerdings aktuell keine Fleischwaren mehr aus dem betroffenen Standort in Rheda-Wiedenbrück. Weiter heißt es aus der Pressestelle von Aldi:

Um aufgrund der aktuellen Situation Lieferengpässe zu vermeiden, arbeiten wir eng gemeinsam mit unseren Lieferanten daran, die Versorgung mit den entsprechenden Fleischartikeln auf gewohnt hohem Niveau zu gewährleisten.

Rewe und Edeka schließen sich an

Und auch Rewe und Edeka teilten mittlerweile mit, dass sie vorerst kein Fleisch aus dem betroffenen Schlachthof in ihren Sortimenten anbieten werden. Zwar sei in einigen Filialen Tönnies-Fleisch erhältlich, doch das stamme aus anderen Schlachthöfen des Unternehmens.

Von Martin Gerst
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