Corona-Impfung: Das Attest soll es direkt beim Hausarzt geben!
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Corona-Impfung: Das Attest soll es direkt beim Hausarzt geben!

Von Maximilian Vogel

Immer mehr Impfzentren in Deutschland machen sich bereit für den Ansturm für die Corona-Impfungen - schon um den Jahreswechsel herum könnte es so weit sein. Doch wer soll zuerst geimpft werden und wer entscheidet darüber?

Allgemein heißt es: Zuerst sollen Menschen geimpft werden, bei denen das Risiko, an einem schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf zu erkranken, besonders hoch eingeschätzt wird.

Dazu bedarf es jedoch einer Bescheinigung, die aller Wahrscheinlichkeit nach der Hausarzt auszustellen hat, wie es nach einem ersten Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums heißen soll. Allerdings hagelt es deshalb bereits jetzt Kritik.

Impf-Attest von Hausarzt ausgestellt

Laut eines Berichts in der Ärztezeitung sollen Hausärzte künftig Patienten mit Vorerkrankungen diesen Gesundheitszustand per Attest bescheinigen, damit diese ihren Anspruch auf eine Coronavirus-Impfung nachweisen können. Weiter verweist der Bericht auf einen Entwurf für eine Coronavirus-Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums, welcher der Zeitung vorliege.

Das Impf-Attest soll zudem möglicherweise einen Code zur Terminvergabe enthalten, Details dazu seien allerdings bisher noch unklar. Die geplante Rechtsverordnung könne bereits am 15. Dezember 2020 in Kraft treten.

In Zukunft wäre es sinnvoller, so der Deutsche Hausärzteverband, direkt in der Praxis zu impfen.  zoranm@Getty Images

Deutscher Hausärzteverband übt Kritik

Der Deutsche Hausärzteverband reagiert kritisch auf den Entwurf dieser Verordnung, wie Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes, in einer Mitteilung verlauten lässt: Es könne nicht sein, dass "die Politik sich erst davor drückt, klare Priorisierungsentscheidungen zu treffen, und nun offenbar plant, diese Aufgabe quasi durch die Hintertür bei den Hausärztinnen und Hausärzten abzuladen".

Laut des Berichts warnen Mediziner auch in hausärztlichen Foren davor, dass unnötige Kontakte entstehen würden, wenn Risikopatienten erst in die Hausarztpraxis und anschließend in ein Impfzentrum gehen müssten.

Patienten direkt in der Praxis impfen

So sei es sinnvoller, die Patienten direkt in der Praxis zu impfen - denn auch die Kühlung von Impfstoffen, wie etwa dem von Biontech/Pfizer, stelle anders als gedacht kein größeres Problem mehr dar, da das Präparat bis zu fünf Tage in handelsüblichen Kühlschränken haltbar sei.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte vergangene Woche angekündigt, dass die Impfzentren in Deutschland ab Mitte Dezember einsatzbereit sein sollen - und das obwohl bislang in der EU noch kein Impfstoff zugelassen ist, obwohl mittlerweile bereits zahlreiche am Markt sind (hier ein kleiner Vergleich).

Allerdings haben das Mainzer Unternehmen Biontech und sein Partner Pfizer sowie der US-Konzern Moderna die Zulassung für ihre Vakzine bereits beantragt.


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