Corona-Mutationen: Angela Merkel geht von höheren Zahlen aus
Corona-Mutationen: Angela Merkel geht von höheren Zahlen aus
Corona-Mutationen: Angela Merkel geht von höheren Zahlen aus
Weiterlesen

Corona-Mutationen: Angela Merkel geht von höheren Zahlen aus

Von Ipek Nesin

Die neuen Coronavirus-Mutationen scheinen nicht aufzuhalten sein. Auch ist unklar, ob und wie gut die Impfung dagegen schützt. Forscher befürchten außerdem eine rasend schnelle Ausbreitung der Varianten.

Schon im November 2020 soll es den ersten Fall der britischen Variante des Coronavirus in Deutschland gegeben haben. Auch der Fall in einem Seniorenheim, bei dem sich die Bewohner trotz zweiter Impfdosis mit der Variante infiziert haben, sorgt für Schlagzeilen. Aber wie verbreitet sind die Virus-Mutationen eigentlich in Deutschland?

Merkel geht von höheren Zahlen aus

Die aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigen, dass die britische Variante circa 5,8 Prozent der Covid-19-Erkrankungen in Deutschland ausmacht. Zählt man die Mutationen aus Südafrika und Brasilien hinzu, kommen die Forscher auf 6,9 Prozent. Das klingt im ersten Moment nicht nach viel.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hingegen geht davon aus, dass die Zahlen mittlerweile viel höher liegen. Der Grund: Die Zahlen des RKI beziehen sich auf die letzte Januarwoche. Gegenüber ntv und RTL erklärt Merkel:

Ich vermute, dass 20 Prozent aller Corona-Infektionen aktuell auf die Mutationen zurückzuführen sind.

Jetzige Maßnahmen reichen nicht aus

Auch Rolf Apweiler, Bioinformatiker und Direktor des European Bioinformatics Institute in Cambridge, warnt vor einer rasanten Verbreitung der Virus-Mutationen. Machten sie Ende 2020 weniger als ein Prozent aller Covid-19-Erkrankungen aus, sind es einen Monat später bereits 6,9 Prozent. Wenn es so weitergeht könnte Deutschland Ende März einen Inzidenzwert von mindestens 400 haben.

Dass die jetzigen Corona-Maßnahmen der Bundesregierung die Verbreitung der unterschiedlichen Varianten eindämmen, bezweifelt Apweiler. Stattdessen befürchtet er ein Wachstum der Inzidenz von 30 bis 70 Prozent pro Woche.


Mehr
Keine Verbindung
Bitte Einstellungen prüfen