Corona-Pille: Krebsforscher aus Bayern entwickelt günstige Alternative zu Corona-Impfstoffen
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Corona-Pille: Krebsforscher aus Bayern entwickelt günstige Alternative zu Corona-Impfstoffen

Von Maximilian Vogel

Bayerische Krebsforscher machen eine besondere Entdeckung, die es ihnen ermöglicht, ein Medikament zur Heilung von Covid-19 zu entwickeln. Bald schon könnten sie damit Erfolg haben.

Täglich werden wir mit der Zahl der Corona-Neuinfektionen geweckt. Unter Hochdruck arbeiten Forscher daran, so schnell wie möglich einen Impfstoff auf den Markt zu bringen, um das Virus zu bekämpfen.

Bis Ende Juli hat die Weltgesundheitsorganisation insgesamt 165 Impfstoffprojekte gezählt. Lange wird es nicht mehr dauern, bis die ersten Impfungen durchgeführt werden, denn der Biontech/Pfizer-Impfstoff steht schon in den Startlöchern, aber auch Moderna hat bereits die FDA-Zulassung beantragt.

Krebsforscher arbeiten an Corona-Pille

Was aber, wenn es doch länger dauert, bis ein zulässiger Impfstoff auf den Markt kommt? Oder wenn er auf lange Sicht nicht die gewünschte Wirkung zeigt? Oder das Virus gar mutiert und den Impfstoff unbrauchbar macht?

Hier kommen Molekularbiologe Adrian Schomburg und Biochemiker Andreas Ladurner ins Spiel. Die beiden haben 2019 das Unternehmen Eisbach Bio gegründet, um ein Mittel gegen Krebs zu finden. Gegenüber der Süddeutschen Zeitung erklärt Schomburg:

Manche Krebszellen verlieren einen Tumorsuppressor, also jene Gensequenz, die die Bildung eines Tumors verhindert. Wir suchen in den Krebszellen nach einem Protein, auf das diese Tumore nicht verzichten können. Dieses Protein schalten wir aus.
Adrian Schomburg Mitbegründer und CEO von Eisbach Bio  Alexandra Beier@Getty Images

Covid-19 wird erfolgreich bekämpft

Als der Molekularbiologe sich die Gensequenz des Sars-CoV-2 ansieht, kann er im ersten Moment nicht glauben, was er sieht. Das Virus zeigt ein Eiweiß an, das dem Zielprotein bei Krebs ähnlich ist.

Sofort wendet er seine Forschung bei Sars-CoV-2 an und stellt fest, dass er damit das Virus erfolgreich bekämpfen kann. Zumindest im Labor. Bis Ende des Jahres sollen noch weitere Tests durchgeführt werden, um die möglichen Nebenwirkungen zu untersuchen.

Dafür haben die Forscher auch schon einen anonymen Investor gefunden, der dem Team zur Unterstützung einen siebenstelligen Betrag gespendet hat. Wenn alles gut geht, können Schomburg und Ladurner schon Anfang nächsten Jahres den Wirkstoff an den ersten Patienten testen.

Günstiger und leichter herzustellen

Wenn das Medikament tatsächlich die gewünschte Wirkung zeigt und es bis dahin noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt, könnte das ein echter Durchbruch sein.

Außerdem ist es im Vergleich zu einem Impfstoff viel preiswerter, leichter herzustellen und zu transportieren. Damit ist es auch für Entwicklungsländer eine echte Chance und Alternative, um die Corona-Pandemie zu bekämpfen.


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