Corona-Quarantäne: So hilfreich ist das Putzen für eure Psyche
Corona-Quarantäne: So hilfreich ist das Putzen für eure Psyche
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Corona-Quarantäne: So hilfreich ist das Putzen für eure Psyche

Vielen von euch wird es im Moment so gehen: Stress durch Corona-Quarantäne. Die Ungewissheit über das, was noch kommt, kann einen fertig machen. Doch dagegen gibt es einen einfachen Tipp: Aufräumen! Wir erklären euch, warum.

Das Coronavirus wütet in Deutschland, immer mehr Menschen infizieren sich und viele haben Angst vor dem, was noch kommt. Und das ist verständlich, schließlich befinden wir uns in einer nie dagewesenen Situation mit ungeahnten Ausmaßen.

Stress durch Corona-Quarantäne

Doch was uns alle vermutlich am meisten beunruhigt, ist der massive Kontrollverlust, den wir erleiden. Während wir vor ein paar Wochen noch dabei waren, die Urlaubsplanung für die Sommerferien 2020 zu machen, freuen wir uns aktuell über jeden überstandenen Tag ohne allzu große Horror-News. Auch das Unverständnis über Mitmenschen, die das Virus immer noch nicht ernst nehmen, kann einen wahnsinnig machen.

Verschlimmert wir das Ganze noch einmal von der häuslichen Quarantäne. Zu Hause eingesperrt zu sein ist nur ein weiterer Faktor, über den wir nicht selbst entscheiden können. Geht euch das auch so? Wenn ja, dann macht euch nicht verrückt! Es gibt nämlich einen banalen Trick, bei dem euch der ganze angestaute Stress im Nu vergehen wird.

Aufräumen sorgt für Entspannung

Wenn ihr das nächste Mal gereizt auf der Couch liegt und aus Frust einen apokalyptischen Pandemiefilm auf Netflix guckt, dann probiert doch stattdessen einfach mal Folgendes aus: Aufräumen und Organisieren. Jaime Zuckermann, eine Psychologin aus Philadelphia, erklärt gegenüber der HuffPost, warum:

Menschen sehnen sich nach gewohnten Strukturen und Abläufen, besonders in Zeiten der Unsicherheit. Wenn wir dieses Gefühl der Hilflosigkeit loswerden wollen, ist das Aufräumen eine Art, genau das zu tun.

Zuckermann erläutert auch, dass ihr unterbewusst vielleicht schon damit angefangen habt. Hört mal in euch hinein, habt ihr in letzter Zeit öfter Dinge sortiert, als ihr normalerweise würdet?

Putzen und Aufräumen soll helfen, die Zeit in der Quarantäne zu überstehen. Carol Yepes / Getty Images

Maggie Vaughn, ein New Yorker Psychotherapeutin, sieht im Aufräumen und Putzen die Möglichkeit, große, komplexe Zusammenhänge herunterzubrechen. Wir haben dann ein klares Ziel vor Augen, welches wir erreichen möchten. In gewisser Weise sorgt das für Entspannung.

Und wenn man dann fertig ist und sein Resultat betrachtet, in diesem Fall beispielsweise eure saubere Wohnung oder der aufgeräumte Schreibtisch, bekommt ihr das Gefühl, etwas erreicht zu haben. Endorphine werden in größeren Mengen freigesetzt, also Hormone, die als natürliche Stimmungs-Booster und Schmerzmittel fungieren.

Zu viel des Guten ist gefährlich

Aber Vorsicht: Zu viel Ordnung ist auch nicht gut! Ganz im Gegenteil, eventuell kann übermäßiges Aufräumen euch auch gehörig die Stimmung vermiesen. Zuckermann sagt:

Sobald ihr aufhört zu putzen oder anfangt, euren gerade ordentlich gewordenen Raum wieder durcheinanderzubringen, kann der Stress wiederkommen. Dieses Mal dann sogar noch stärker als zuvor.

Benutzt das Aufräumen also als eine Möglichkeit, euren Geist zu befreien und einen Perspektivwechsel zu erhalten, nicht aber, um euch vor Problemen zu drücken.

Es kann hilfreich sein, sich einen festen Putz-Rhythmus anzueignen. Nehmt euch zum Beispiel vor, immer morgens nach dem Aufstehen eure Wohnung zu säubern. Das Gleiche gilt für die Dauer der Aktion, beschäftigt euch nicht zu lange damit, und vor allem: Einmal am Tag reicht!

Mit diesen Tipps werdet ihr eure Zeit in der Quarantäne etwas entspannter gestalten können und parallel auch noch das Zuhause ordentlich halten. Was will man mehr?

Von Thomas Schmitt

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