Corona-Studie: Die Lambda-Variante womöglich ansteckender und resistenter

Die Lambda-Variante ist auf dem Vormarsch. Eine japanische Studie lässt vermuten, dass sie ähnlich gefährlich ist, wie Delta. Womöglich ist sie sogar noch ansteckender.

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Nachdem seit einigen Wochen die Delta-Variante des Coronavirus in weiten Teilen der Welt den größten Teil der Neuansteckungen ausmacht, ist nun eine neue Variante auf dem Vormarsch.

Lambda bereits in 30 Ländern

Die Lambda-Variante, oder auch C.37, wird bereits im August 2020 in Peru entdeckt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) setzt sie jedoch erst in diesem Juni auf ihre Liste der zu beobachtenden Virusvarianten.

Heute ist sie bereits in über 30 Ländern der Welt nachgewiesen worden, wobei der Großteil davon auf dem südamerikanischen Kontinent liegt. Auch Großbritannien, Italien und Spanien hat sie schon erreicht.

Ansteckender und resistenter

Die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler:innen wendet sich nun auf die Variante, weil sie noch nicht bestimmt haben, ob die Mutation womöglich noch ansteckender ist, als Delta.

Eine japanische Forschungsgruppe veröffentlicht eine Studie als Pre-Print, in der sie nachweist, dass die Variante sowohl ansteckender, als auch resistenter ist, als seine meisten Vorgängervarianten.

In seinem Spike-Protein beobachten die Forschenden drei Mutationen, wegen denen körpereigene Antikörper das Virus womöglich schlechter neutralisieren können. Zwei weitere Mutationen könnte eine Infektion mit der Lambda-Variante erleichtern.

Besorgniserregend oder nicht?

Bisher listet die WHO Lambda als "zu beobachtende Variante", doch die Forschenden der japanischen Studie appellieren für eine Hochstufung auf "besorgniserregend".

Kei Sato von der Universität Tokio, dem Leiter der Studie zufolge könnte "Lambda eine potenzielle Bedrohung für die menschliche Gesellschaft" darstellen.