Corona-Verwechslung: Totgeglaubter taucht nach Einäscherung wieder auf
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Corona-Verwechslung: Totgeglaubter taucht nach Einäscherung wieder auf

Von Maximilian Vogel

Das Krankenhaus erklärt einen 75-Jährigen seiner Familie gegenüber für tot, die ihn dann einäschern lässt. Doch Überraschung, der Mann taucht dann wieder auf und wird nachhause gebracht. Was ist da los?

Diese unglaubliche Geschichte wird uns von der New Delhi Television Limited (NDTV) berichtet und hat sich in der indischen Region Bengalen zugetragen.

Mit Corona ins Krankenhaus eingeliefert

Der 75-jährige Shibdas Bandyopadhyay erkrankt am Coronavirus und wird am 11. November ins Krankenhaus eingeliefert. Dort wird er versorgt und behandelt, um seinen Zustand zu verbessern, doch anscheinend alles umsonst.

Zwei Tage nach der Einlieferung erhält die Familie die Nachricht von seinem Tod. Die Angehörigen beschließen daraufhin, den Leichnam, der ihnen von der Pflegeeinrichtung übergeben wird, einzuäschern.

Der eingeäscherte Leichnam ist ein anderer

Das Problem bei der Sache: Der eingeäscherte Leichnam ist gar nicht der von Shibdas Bandyopadhyay. Hier sind die Identitäten zweier Männer über 70 vertauscht worden, die beide am Coronavirus erkrankt sind, doch nur einer davon ist daran gestorben.

Zur Verwechslung ist es möglicherweise bei der Identifizierung des Leichnams gekommen. Zur Wahrung der Hygienemaßnahmen wird der Körper des 75-jährigen Verstorbenen in einem Plastiksack aufbewahrt. Die zur Identifizierung geladene Familie kann deshalb sein Gesicht nicht genau sehen.

Verwechslung durch Hygienemaßnahmen

Der Leichnam wird daraufhin eingeäschert. Mitten in der Vorbereitung des hinduistischen Shraddha-Rituals zum Gedenken des Verstorbenen ist dann die Verblüffung groß: Dem Sohn von Shibdas Bandyopadhyay wird vom Krankenhaus die Nachricht von der Genesung seines Vaters übermittelt. Im Interview mit NDTV gesteht der Sohn des Verstorbenen:

Wir stehen unter Schock und sind sehr überrascht. Wir haben ihn dann nachhause gebracht. Wir wissen nicht, wer die Person ist, die wir eingeäschert haben.

Bei einer Überprüfung wird bekannt, dass es sich hier um den Leichnam des etwa gleichaltrigen, am 13. November verstorbenen Mohinimohan Mukhopadhyay handelt. Dessen Familie erfährt erst von seinem Tod, als sie ihn nach seiner vermeintlichen Genesung vom Krankenhaus abholen möchte.

Die staatlichen Gesundheitsbehörden haben eine genaue Untersuchung des Falls veranlasst. Bei Nachweis von Fahrlässigkeit werden dem Krankenhaus rechtliche Schritte angedroht. Beide Familien haben aber anscheinend bei der Einlieferung ins Krankenhaus missverständliche Unterlagen vorgelegt.

Dieser Zwischenfall zieht unmittelbar großes Medieninteresse auf sich. Die Corona-Pandemie wirft oft unser gesellschaftliches Leben durcheinander, wie bei dieser makabren Verwechslung, denen viele eine tragikomische Note abgewinnen können.


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