Coronaviren: Auf Oberflächen nehmen sie eine andere Form an und bleiben länger infektiös!
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Coronaviren: Auf Oberflächen nehmen sie eine andere Form an und bleiben länger infektiös!

Von Maximilian Vogel

Eine neue Studie kommt zu besorgniserregenden Erkenntnissen: Demnach legt sich über Coronaviren ein pfannkuchenartiger Film auf Oberflächen, was zur tagelangen Ansteckungsgefahr führt.

Bereits vor einiger Zeit fanden australische Wissenschaftler heraus, dass Coronaviren erschreckend lange auf Alltagsgegenständen überleben können, vor allem auf jenen mit glatter Oberfläche.

Nun bestätigt eine Studie des IIT Bombay diese Ergebnisse und liefert sogar noch mehr Aufschluss darüber, wie die Viren tatsächlich überleben.

Schutzfilm über Viren

Die Wissenschaftler Rajneesh Bhardwaj und Amit Agrawal finden in ihrer Studie heraus, dass zwar 99,9 Prozent der Flüssigkeit von Corona-Tröpfchen innerhalb kürzester Zeit verdunstet, die Viren jedoch unter einem speziellen Schutzfilm deutlich länger überleben können.

Wenn die Flüssigkeit eines mit Corona kontaminierten Aerosols verdunstet, bleibt ein "pfannekuchenartiger" Schutzfilm zurück. Dieser ist nur wenige Nanometer dick und legt sich schützend über die Viren, die entsprechend länger infektiös bleiben.

Der Schutzfilm ist nur wenige Nanometer dick, doch lässt die Viren länger wirksam bleiben.  Stefan Cristian Cioata@Getty Images

Bis zu 150 Stunden

Je nach Oberfläche können die Viren unterschiedlich lange überleben. Auf Edelstahl und Kupfer hält sich der Schutzfilm über dem Virus 24 beziehungsweise 16 Stunden.

Auf Kunststoff wie Polypropylen können Viren dank dieses Schutzfilms sogar bis zu 150 Stunden überleben und auf Glas rund 80 Stunden. Was vor allem unsere Smartphones und andere Touchscreens zu potenziell gefährlichen Übertragungsquellen werden lässt. Achtet daher darauf, euer Handy regelmäßig zu desinfizieren.

Regelmäßige Desinfektion ist das A und O

Neben dem Smartphone stellen vor allem sogenannte hydrophobe Oberflächen ein Infektionsrisiko dar. Dabei handelt es sich zum Beispiel um raue Oberflächen, wie Baumwolle und Holz, da die Tröpfchen darauf nicht so leicht verdunsten können wie auf glatten Oberflächen.

Da die im Physics of Fluids veröffentlichte Studie jedoch im Labor durchgeführt wurde, geht man davon aus, dass die Halbwertszeit des Schutzfilms in einem natürlichen Umfeld aufgrund von Umwelteinflüssen wie Wärme und Luftströmen schneller abnimmt. Nichtsdestotrotz ist es sehr wichtig, dass ihr darauf achtet, regelmäßig gefährdete Oberflächen zu reinigen.


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