Coronavirus: Darum misstrauen besonders Schweden den Impfstoffen

Eine hohe Anzahl von verheerenden Nebenwirkungen bei der Schweinegrippe-Impfung 2009 in Schweden hat bei vielen dazu geführt, dass sie sich keinesfalls gegen das Coronavirus impfen lassen wollen.

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Während es manche kaum erwarten können, sich endlich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, gibt es in Deutschland auch viele, die sich klar gegen eine Impfung aussprechen. Ähnliches zeigt sich jetzt auch in Schweden: Dort gibt es wohl große Vorbehalte gegenüber der Erfolgsmeldungen des Vakzins.

Schlimme Nebenwirkungen bei der Schweinegrippe-Impfung

Die Sorge kommt nicht von ungefähr. 2009, als die Schweinegrippe grassiert, lassen sich rund 60 Prozent der Schweden mit einem gerade erst zugelassenen Stoff impfen – und das mit verheerenden Folgen. Vor allem Kinder und junge Erwachsene unter 30 Jahren vertragen den Impfstoff schlecht und entwickeln eine Narkolepsie.

Unter Narkolepsie versteht man eine chronische Nervenkrankheit, bei der die Betroffenen keine Kontrolle über Wachen und Schlafen haben und deswegen in den unerwartetsten und unpassendsten Momenten einfach einschlafen können.

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Die Impfung während der Schweinegrippe im Jahr 2009 hat bei den Schweden Spuren hinterlassen.  Prot Tachapanit / EyeEm@Getty Images

26 Prozent der Schweden wollen sich nicht impfen lassen

Probleme hat wohl ein Adjuvans in den Impfdosen ausgelöst. Das ist ein Hilfsstoff, der die Immunreaktion auf das Schweinegrippevirus verstärken soll. Mittlerweile hat die schwedische Pharmaversicherung die Narkolepsie infolge der Schweinegrippe-Impfung in 440 von 702 angezeigten Fällen anerkannt und entsprechende Entschädigungen gezahlt.

Dennoch hat dieses Erlebnis bei den Schweden einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Umfragen zeigen, dass sich 26 Prozent keinesfalls gegen das Coronavirus impfen lassen wollen, 28 Prozent sind unentschlossen. Ärzte warnen auch bei der Corona-Impfung vor Nebenwirkungen.

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