Coronavirus: Familie erschleicht sich mit dreister Masche Millionen

Drei Familienmitglieder sind wegen Betrugs verhaftet worden. Sie sollen im großen Stil an der Pandemie verdient haben.

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Sage und schreibe elf Millionen Euro. Dies ist die Mindestsumme, die sich eine französische Familie wohl über die letzten Monate während der Corona-Pandemie durch Betrug erschlichen hat. Die drei Personen werden verdächtigt, sich als Unternehmen ausgegeben zu haben, um an staatliche Zuwendungen für Kurzarbeit zu kommen.

Zwei Männer und eine Frau angeklagt

Zwei Männer und eine Frau stehen deshalb in Paris vor Gericht, wie das französische Blatt Le Parisien berichtet. Die beiden Männer sind wegen „Betrug im Rahmen einer kriminellen Vereinigung, Geldwäsche in schweren Fällen und krimineller Vereinigung“ angeklagt.

Einer der beiden sitzt in Untersuchungshaft, der andere im Gefängnis. Die Frau ist ihrerseits wegen „Geldwäsche in schweren Fällen“ sowie „Vertuschung von Betrug“ angeklagt und steht unter richterlicher Aufsicht.

Eine vierte Person, eine weitere Frau, wird als Zeugin mit Anspruch auf Rechtsbeistand angesehen. Welche Straftaten haben sich die drei nun konkret zuschulden kommen lassen? Nach Angaben des Parisien wird der Familie J. „schamloser Betrug mit Kurzarbeit“ vorgeworfen.

Betrug im großen Stil

Die drei haben sich angeblich mehr als elf Millionen Euro an staatlichen Geldern erschlichen. Diese Zuwendungen sind für Unternehmen gedacht gewesen, die hart von der Corona-Pandemie getroffen und deshalb vom Staat im Zuge von Kurzarbeit unterstützt werden.

Die drei Familienmitglieder haben angeblich vorgegeben, real existierende Unternehmen zu vertreten, um dann auf ihren eigenen Bankkonten riesige Geldsummen anzuhäufen. Vor allem im Laufe der letzten Monate soll sich die Zahl ihrer Betrugsfälle noch gesteigert haben. Hierzu laufen parallel mehrere Untersuchungen.