Coronavirus: Können Hunde Long Covid erkennen?

Sie sind nicht nur treue Begleiter im Alltag, Hunde können mit ihren Nasen Dinge riechen, die uns verborgen bleiben. Davon profitiert auch die Medizin.

Hunde sind echte Schnüffelnasen. Sie haben zehnmal mehr Riechzellen als Menschen und können damit circa eine Million verschiedene Gerüche unterscheiden. Das hilft der Polizei und Einsatzkräften bei der Suche nach vermissten Personen, Drogen oder Sprengstoff, aber auch Ärzten, da Hunde sogar Krankheiten riechen können.

Alle Betroffenen hatten symptomatischen Krankheitsverlauf

Schon im letzten Frühjahr sind einige Hunde darauf trainiert worden, Covid-19-Erkrankungen zu erschnüffeln. Jetzt zeigt eine Studie, dass sie sogar erkennen können, ob jemand an Long Covid leidet. Für ihre Ergebnisse haben französische Forscher insgesamt 233 Schweißproben von Menschen gesammelt, von denen 45 sechs bis 71-Jährige nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an Long Covid leiden.

Die Betroffenen haben alle eine symptomatische, aber nicht lebensbedrohliche Covid-19-Erkrankung durchgemacht und leiden bis heute an andauernder Müdigkeit, Konzentrationsschwäche oder neurologischen Einschränkungen.

Coronavirus nistet sich bei Long-Covid-Patienten länger ein

Für die Studie haben alle Testpersonen selbst eine Schweißprobe aus der Achsel entnommen und in einem Gefrierbeutel an die Hochschule National Veterinary School of Alfort (ENVA) in Maisons-Alfort nahe Paris geschickt. Dort haben die Hunde 23 der 45 Long Covid-Proben erkannt. Bei der Vergleichsgruppe haben sie stattdessen gar nicht angeschlagen.

Warum die Tiere nicht alle Proben gerochen haben, können die Forscher nicht sagen, dennoch zeigt die Studie ihrer Meinung nach, dass sich das Coronavirus bei Long Covid-Patienten länger einnistet.

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