Coronavirus: Maskottchen bringt Feriendorf in ungewöhnliche Schwierigkeiten
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Coronavirus: Maskottchen bringt Feriendorf in ungewöhnliche Schwierigkeiten

In Zeiten wie diesen ist es nicht unbedingt von Vorteil, den Namen Corona zu tragen. Wenn anfangs die Witze mit dem Corona-Bier noch viele zum Lachen gebracht haben, verbreitet der Name mittlerweile eher Besorgnis, auch von der Epidemie des Coronavirus erfasst zu werden.

Das österreichische Dorf Sankt Corona am Wechsel in Niederösterreich zählt nur 390 Einwohner (Stand 2019) und doch hat es der Ferienort jetzt geschafft, das von ihm in den internationalen Medien berichtet wird.

Das Feriendorf am Fuße der Alpen nennt sich Sankt Corona am Wechsel (Beispielbild). Алексей Облов / Getty Images

Zurzeit der scheinbar unpassendste Name

Auch Sankt Corona hat die Epidemie, die sich nun sogar zur Pandemie ausgeweitet hat, ebenso erreicht. In Österreich sind die Ausgangsbeschränkungen schon seit über zehn Tagen sehr strikt von der Regierung verhängt, um die sanitäre Krise noch in ihren Anfängen einzudämmen.

Das Dorf lacht erst noch über den Zufall, dass sich ihr Name mit dem des neuartigen Virus' deckt, doch mittlerweile ist daran nichts mehr witzig, denn das Coronavirus hat vielen Tausenden Menschen bereits das Leben gekostet. So meint auch der Bürgermeister von Sankt Corona zur Nachrichtenagentur AFP:

Zuerst haben wir darüber gelacht, als ein Virus mit dem Namen des Dorfes auftauchte, aber seit die Epidemie so ernst geworden ist, haben die Witze aufgehört. Wir müssen wahrscheinlich einen neuen Namen für unser Maskottchen finden, um die Touristen willkommen zu heissen.

Änderung des Marketingkonzeptes

Denn ihr Marketingkonzept, das Feriendorf für Touristen attraktiv zu machen, basiert auf einem Maskottchen, das ebenso den Namen Corona trägt. Dabei handelt es sich um eine fröhliche Ameise, die überall auf Schildern und Prospekten in traditioneller Tracht erscheint, wie auf der Homepage von Sankt Corona einzusehen. Doch das scheint in Zeiten wie diesen als Strategie nicht mehr passend zu sein.

Das niederösterreichische Dorf lebt vom Ökotourismus und liegt gut platziert 100 Kilometer von Wien entfernt am Beginn der Alpen. Jetzt überlegen sie, das Maskottchen umzubenennen, da der Name Corona mittlerweile negative Konnotationen herstellt und das Gegenteil bewirkt...

Von Maximilian Vogel

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