Covid-19-Anzeichen bei Kindern: Jede Altersgruppe zeigt andere Symptome

Fast täglich veröffentlicht das Robert-Koch-Institut neue Rekordzahlen. Erwachsene machen zwar den Löwenanteil bei den Neuinfektionen aus, aber schon seit Langem ist bekannt, dass auch Kinder von einer Covid-19-Ansteckung betroffen sein können. Eine Studie der Medizinischen Universität Graz hat nun untersucht, welche Symptome bei Kindern unter 14 Jahren besonders häufig auftreten.

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Insbesondere Eltern, deren Kinder in den Kindergarten oder zur Schule gehen, können im Herbst ein Lied davon singen: Bei den Kleinen ist es wieder an der Zeit für tropfende Nasen und gerötete Rachen. Wie aber können Väter und Mütter nun wissen, ob sich hinter der vermeintlich harmlosen Erkältung nicht doch eine Corona-Infektion, deren Anzeichen ganz ähnlich sind, verbirgt? Forschende aus Österreich sind der Frage auf den Grund gegangen und zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen.

Covid-19-Symptome fallen je nach Alter anders aus

Wichtig war den Wissenschaftler:innen vor allem, nicht nur Kinder miteinzubeziehen, die aufgrund ihrer Ansteckung einen Krankenhausaufenthalt hinter sich hatten, sondern auch jene, bei denen die Erkrankung zwar festgestellt wurde, diese aber zu Hause auskurieren durften.

Die Studie zeigt, dass immerhin 60 % aller positive getesteten Kinder Covid-19-Symptome, die je nach Mutation schon unterschiedlich ausfallen können, zeigten. Je nach Altersgruppe fielen diese allerdings unterschiedlich aus:

  • Kinder unter 12 Monaten hatten am meisten mit Husten und Schnupfen zu kämpfen
  • Die Gruppe der Ein- bis Fünfjährigen litt vor allem unter Fieber
  • Unter den Zehn- bis 14-Jährigen kam es besonders häufig zu Kopfschmerzen und es kam, ähnlich wie viele Erwachsene, zu einer Beeinträchtigung ihres Geruch- und Geschmackssinns

Long Covid könnte auch die Kleinsten betreffen

Ein kleiner Prozentsatz der Kinder hatte auch noch drei Monate nach der Covid-19-Ansteckung mit deren Folgen zu kämpfen. Das Phänomen ist auch als Long Covid bekannt und trifft schon seit geraumer Zeit nicht mehr nur die älteren Generationen.

Eltern und Angehörige der betroffenen Kinder berichten u. a. von Problemen wie auftretender Konzentrationsschwäche sowie lange andauernder Müdigkeit. Ganz verlässlich sind diese Aussagen laut Dr. Strenger dann aber vielleicht doch nicht:

Wir können nicht ausschließen, dass manche der berichteten langfristigen Symptome auch andere Ursachen gehabt haben können, da die Studie auf den Einschätzungen der betroffenen Familien beruht. Selbst wenn aber nur die Hälfte davon tatsächlich auf die Corona-Infektion zurückzuführen sind, ist das schon unangenehm.

Das würden wir auf jeden Fall so unterstreichen. Kein Wunder, dass viele Ärzt:innen Eltern empfehlen, auch ihren Nachwuchs gegen den Erreger impfen zu lassen, selbst wenn die Impfung sowohl mit Vor- als auch mit Nachteilen verbunden ist.