Covid-19 auf der Pizza? So sicher sind Essenslieferungen zurzeit wirklich
Covid-19 auf der Pizza? So sicher sind Essenslieferungen zurzeit wirklich
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Covid-19 auf der Pizza? So sicher sind Essenslieferungen zurzeit wirklich

Immer mehr Restaurants müssen aufgrund der Corona-Epidemie schließen, stattdessen bieten sie nun Lieferservice an. Das klingt erstmal nach einer Win-Win-Situation, doch müssen wir uns vielleicht Sorgen um unsere Gesundheit machen? Wie sicher sind Essenslieferungen?

Um die unkontrollierte Verbreitung des Coronavirus zu verhindern, werden zurzeit zunehmend drastischere Maßnahmen ergriffen. Das bekommen auch Restaurants und Bars zu spüren.

Vor kurzem wurde beschlossen, jegliche Lokale zu schließen und keine Gäste mehr vor Ort reinzulassen. Um sich angesichts der drohenden finanziellen Konsequenzen einer Schließung über Wasser halten zu können, stellen viele Restaurants um und bieten ihre Speisen To-Go an.

Wie sicher sind Essenslieferungen noch?

Damit können Betreiber nicht nur dringend benötigtes Geld verdienen, sondern es ist noch dazu angenehmer für die Kundschaft, die so nicht mehr das Haus verlassen muss. Doch wie sieht es mit gesundheitlichen Bedenken aus? Ist es noch sicher, sich Essen zum Liefern zu bestellen?

Bis jetzt konnte noch nicht festgestellt werden, dass Covid-19 über Lebensmittel übertragen werden kann. Vom Pizzaessen selbst bekommt ihr also höchst wahrscheinlich kein Corona. Doch wie sieht es aus mit den Kartons und Behältern, in denen das Essen geliefert wird?

Vor allem die Behälter des Essens sind problematisch.  10'000 Hours / Getty Images

Mit dieser Frage beschäftigt sich der Professor für Gesundheit an der Indiana Ball State University, Jagdish Khubchandani. Gegenüber HuffPost gibt er zu, dass man sich über die Hygiene der Behälter nie sicher sein kann.

Fest steht, dass das Coronavirus ein bis zwei Tage auf Oberflächen wie Karton überleben kann. Umso wichtiger ist es, vorsichtig zu sein. Khubchandani empfiehlt, die Lieferbehälter gegebenenfalls nur mit Handschuhen zu berühren und auf keinen Fall mitgegebenes Plastikbesteck zu verwenden. Greift lieber zu euren eigenen Gabeln und Messern, um sicherzugehen.

Keine Zeit für Experimente

Lebensmittel-Sicherheitsexperte Jeff Nelken warnt, dass auch ungeachtet davon, ob die Kartons mit Coronaviren belastet sind oder nicht, man durch schlechtes Take-Away Essen sein Immunsystem entscheidend schwächen kann, was in Zeiten einer Pandemie so ziemlich das Letzte ist, was man sich wünschen kann.

Essen bestellen: Im Moment nur in Restaurants, die ihr schon kennt.  Carol Yepes / Getty Images

Nelken rät davon ab, jetzt mit Gerichten neuer Restaurants, die sie noch nicht kennen, zu experimentieren. Es ist wichtig zu wissen, worauf man sich einlässt, und nur dort zu bestellen, wo das Essen auf jeden Fall qualitativ unbedenklich ist.

Das ist, wie wenn man zum Arzt geht. Man sucht nicht irgendjemanden auf, wenn es einem nicht gut geht. Stattdessen wählt man bewusst einen Arzt aus, der auf das besagte Problem spezialisiert ist und durch Zertifikate ausgezeichnet wurde.

Grundsätzlich ist es also immer noch möglich, Essen zum Liefern zu bestellen. Doch wie wäre es, die neu gewonnene Zeit mal mit Kochen zu füllen? Probiert doch einfach mal ein paar Rezepte aus, mit den wichtigsten Lebensmitteln, die man zur Covid-19-Zeit braucht, das macht Spaß und ist noch dazu die beste Option, wenn ihr euch für dem Coronavirus schützen wollt.

Von Thomas Schmitt

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