Covid-19-Infektion: Gefährliche Folgeerkrankung kann für Kinder tödlich enden

Immer wieder ist die Rede davon, dass eine Covid-19-Erkrankung bei den meisten Kindern harmlos verläuft. Das mag zwar der Fall sein, allerdings kann es selbst nach milden Symptomen bei den Jüngeren zum folgeschweren Pediatric Inflammatory Multisystem Syndrome kommen, welches in einigen Fällen tödlich verläuft.

Covid-19-Infektion: Gefährliche Folgeerkrankung kann für Kinder tödlich enden
Weiterlesen
Weiterlesen

Hat ein Kind die Covid-19-Infektion erst einmal überstanden - je nach Alter sind die Anzeichen für eine Erkrankung übrigens andere - tritt bei den meisten Eltern wohl Erleichterung ein. Dafür scheint es laut neuester Studien aber noch zu früh zu sein. Die ersten Anzeichen des pädiatrischen hyperinflammatorischen Syndroms mit Multiorganbeteiligung treten erst zwei bis sechs Wochen nach der Corona-Infektion auf und können verheerend sein.

Eins von 1.000 Kindern betroffen

Susanne Greber-Platzer, Leiterin der Wiener Kinderklinik MedUni, erklärt Heute gegenüber, weshalb eine überstandene Corona-Infektion bei Kindern immer noch großen Schaden hinterlassen kann:

Eine überschießende Entzündungskaskade, ausgelöst durch eine vielleicht nur banale Corona-Infektion führt zu einer Hyperinformation im Körper. Es kommt zu einer Entzündung, die Nieren, Leber und vor allem das Herz schädigt.

Eins von 1.000 infizierten Kindern ist von der so gefährlichen Folgeerkrankung betroffen. Das Herz kann sogar so in Mitleidenschaft gezogen werden, dass es zu einem Infarkt kommt.

Symptome von PIMS

Doris Ehringer-Schetitska, Leiterin der Arbeitsgruppe Kinderkardiologie der ÖGKJ, beschreibt, welche Symptome bei Kindern, die am Pediatric Inflammatory Multisystem Syndrome leiden, beobachtet werden können:

Rote Flecken auf der Haut, hohes Fieber, gerötete Bindehaut und stark durchblutete rote, teilweise rissige Lippen sowie Augenringe, Bauchschmerzen sowie Durchfall und Erbrechen, leichter Husten können Anzeichen für MIS-C sein.

Wer diese Anzeichen bei seinen Kindern bemerkt, sollte sich schleunigst auf den Weg ins Krankenhaus begeben. Wird die Erkrankung rechtzeitig erkannt, lässt sie sich nämlich gut behandeln, mit Folgeschäden ist in den meisten Fällen nicht zu rechnen.

Durchimpfen als Lösung

Wird allerdings nicht schnell genug gehandelt, kann das Syndrom im schlimmsten Fall zum Tod führen. Schutz biete laut Ehringer-Schetitska vor allem die Covid-Impfung, die für Kinder auf jeden Fall viele Vorteile bietet:

Der beste Schutz vor dieser Folgeerkrankung von Covid-19 bleibt die Impfung. Diejenigen, die nicht geimpft werden können oder für die es noch keine Impfstoffzulassung gibt, sind auf eine größtmögliche Durchimpfung ihres Umfelds angewiesen.

Falls ihr mehr Informationen zum Impfen benötigt, schaut euch einfach unser Video an! Da sich die Informationslage andauernd ändert, solltet ihr am besten auch öfter die Seite des Robert-Koch-Instituts besuchen.