Covid-19 könnte bei immer mehr Menschen das Broken-Heart-Syndrom hervorrufen

Experten sind der Ansicht, dass es möglich ist, infolge von Trauer oder übermäßigem Stress zu sterben, und suchen nach neuen Behandlungsmöglichkeiten.

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Vielleicht habt ihr schon einmal Liebeskummer gehabt, weil eine Beziehung zerbrochen ist oder weil ein geliebter Mensch gestorben ist. In Zeiten der Pandemie ist wohl beides nicht ganz unwahrscheinlich. Manche Menschen erholen sich in solchen Fällen nach kurzer Zeit, aber andere bleiben über längere Zeit untröstlich.

Takotsubo-Kardiomyopathie

Experten erklären, dass diese Erkrankung Takotsubo-Kardiomyopathie genannt wird, auch besser bekannt als Broken-Heart-Syndrome.

St. Vincent's Hospital Heart Health definiert das Syndrom wie folgt:

Die Takotsubo-Kardiomyppathie ist eine vorübergehende Herzerkrankung, die sich als Reaktion auf ein intensives emotionales oder körperliches Erlebnis entwickelt. Sie ist auch als Stress-Kardiomyopathie oder Syndrom des gebrochenen Herzens bekannt.
Bei dieser Erkrankung verändert die Hauptpumpkammer des Herzens ihre Form, wodurch die Fähigkeit des Herzens, Blut effektiv zu pumpen, beeinträchtigt wird. Die Herzkammer sieht aus wie ein Tako-Tsubo-Topf, ein japanischer Fischtopf, mit dem man Tintenfische fängt.

Broken-Heart-Syndrome

Die Faktoren, die diesen Zustand verursachen können, sind extremer Stress und Schmerz aufgrund des Verlusts eines geliebten Menschen, sowohl physisch als auch emotional. Aus diesem Grund wird der Zustand wörtlich "Syndrom des gebrochenen Herzens" genannt. In diesem Fall werden die Herzmuskeln völlig geschwächt. Die Ärzte sagen, dass die Symptome zwar sehr schwerwiegend sein können, aber nur vorübergehend sind, da sie höchstens zwei Monate andauern.

Takotsubo kann bei Menschen jeden Alters auftreten, ist aber vor allem bei älteren Frauen weit verbreitet. Zu den Anzeichen, die auf diese Erkrankung hindeuten, gehören sehr starke Schmerzen in der Brust, Atemnot und Ohnmachtsanfälle bei übermäßigem Stress.

Erschreckendes Beispiel

In einem kürzlich erschienenen Bericht von Mail Online berichtet die britische Tierarzthelferin Sarah Woodward, dass sie einen nahen Verwandten verloren hat und infolgedessen von dieser Krankheit betroffen war. Als sie erfuhr, dass der Vater ihrer besten Freundin gestorben war, bekam sie akute Schmerzen in der Brust, die sich schnell auf andere Körperteile ausbreiteten.

Sie wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, wo man bei ihr das Syndrom des gebrochenen Herzens diagnostizierte. Berichten zufolge war sie vor dem Herzinfarkt völlig gesund gewesen, da sie weder rauchte noch trank und aktiv Kickboxen betrieb.

Dr. Susan Cheng ist der Meinung, dass die Coronakrise die Anzahl an Betroffenen in die Höhe schnellen lassen könnte. In der Studie, die im Journal of the American Heart Associationveröffentlicht wird, schreibt sie:

Wir wissen, dass die Pandemie tiefgreifende Auswirkungen auf die Verbindung zwischen Herz und Gehirn hat. Wir stehen erst an der Spitze des Eisbergs, wenn es darum geht, diese Auswirkungen zu messen.
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