Covid-19: Laut Forschern sind 10 Tage Selbstisolation zu lange!
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Covid-19: Laut Forschern sind 10 Tage Selbstisolation zu lange!

Von Maximilian Vogel

Die Isolationszeit von Corona-Patienten beträgt in Deutschland zehn Tage. Zu lange - so finden britische Forscher und berufen sich auf ihre neue Studie.

Der zweite Lockdown hat viele Menschen härter getroffen, als der erste. Da kommen gute Neuigkeiten aus Großbritannien gerade recht. Eine neue Meta-Studie zeigt, dass Erkrankte kürzer als bisher verordnet, zu Hause bleiben könnten.

Isolationszeit kann verkürzt werden

Nach langen Diskussionen entscheidet sich die Bundesregierung dafür, die Dauer der Quarantäne ab dem 1. Dezember von 14 auf 10 Tage zu verkürzen, sofern die betroffene Person einen negativen Corona-Test nachweisen kann.

Auch die Dauer der Isolation beträgt in Deutschland bisher zehn Tage und kann erst beendet werden, wenn die infizierte Person am Ende der Frist seit 48 Stunden keine Symptome aufweist. Britische Forscher legen jetzt eine Studie vor, die nachweist, dass die Dauer der Isolation verkürzt werden kann.

Die Dauer der Selbstisolation sei zu lange, so britische Forscher. Zudem würden sich weniger wirklich daran halten.  Justin Paget@Getty Images

Kein lebendes Virus mehr nach 9 Tagen

Dafür hat das Forscherteam rund um Müge Çevik von der University of St Andrews 79 Studien zu Sars-CoV-2 untersucht. Wichtig waren ihnen vor allem zwei Faktoren: die Viruslast, also die Virusmenge im Körper des Patienten, und die Ausscheidung von viralem Gen-Material.

Die Forscher stellen fest, dass nach dem neunten Krankheitstag kein lebendes Virus mehr in den oberen Atemwegen nachgewiesen werden konnte. Allerdings konnte immer noch eine hohe Menge an viralem Gen-Material in den unteren Atemwegen sowie im Blut nachgewiesen werden – dieses war aber nicht infektiös.

Ihren Höhepunkt scheint die Viruslast in der ersten Krankheitswoche zu erreichen. In der Studie heißt es weiter, dass Erkrankte ein oder zwei Tage vor Auftreten der Symptome sowie bis etwa fünf Tage danach am stärksten infektiös seien.

Kritische Stimmen aus Deutschland

Die Forscher argumentieren, dass sich Erkrankte durch eine verkürzte Isolationszeit von fünf Tagen eher an die Regeln halten würden, als bei einer zu langen Isolation. Das Robert-Koch-Institut sieht das aber anders. Eine kürzere Isolationszeit bedeute ein höheres Risiko, heißt es in einer Stellungnahme.

Bei der langen Selbstisolation benötigt man zudem gute Organisation. Wenn man ein Haustier hat, sollte man sich besser Beschäftigungsmöglichkeiten überlegen. Diese Frau nützt die Zeit sogar zur kompletten Verwandlung mit einer wirkungsvollen Diät.


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