Covid-19: So hoch ist das Risiko einer Reinfektion wirklich
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Covid-19: So hoch ist das Risiko einer Reinfektion wirklich

Von Maximilian Vogel

Kann man sich mehr als einmal mit dem Coronavirus infizieren? Wenn ja, wie wahrscheinlich ist das? Und wie kommt es überhaupt zu einer Reinfektion? Hier findet ihr die Antworten.

Häufig beschäftigen wir uns mit Symptomen, die wir bei einer möglichen Covid-19-Erkrankung bekommen oder ob unsere Weihnachtsgeschenke Sars-CoV-2 übertragen könnten. Während viele annehmen, dass man nach einer Infektion mit dem Coronavirus, diese Erkrankung nicht noch einmal bekommen können, kommt immer häufiger die Frage auf, ob es nicht doch möglich ist.

Tatsächlich hat sich gezeigt, dass Reinfektionen mit dem neuartigen Virus möglich sind. Durch die Nachrichten gehen Patienten, die sich ein zweites Mal infiziert haben. Allerdings geschieht dies nur in den seltensten Fällen.

Nur wenige Fälle von Reinfektionen

Der Nachrichtendienst BreakingNewsOn (BNO) hat jetzt einen "Covid-19 Reinfection Tracker" veröffentlicht, bei dem alle Reinfektionen gesammelt werden. Dabei zeigt sich, dass bis heute gerade einmal 27 Fälle einer zweiten Covid-19-Erkrankung gemeldet wurden. Zum Vergleich: Die Johns-Hopkins-Universität zählt weltweit 73 Millionen Infektionen!

Doch wie kommt es eigentlich zu solchen Reinfektionen? Ein Grund dafür kann sein, dass viele Infizierte nachweislich keine Antikörper gebildet haben und sich der Körper damit nicht vor einer zweiten Infektion schützen konnte. Das zumindest zeigt eine Studie des Universitätsklinikums Jena.

Der neue "Covid-19 Reinfection Tracker" zeigt: Bisher gibt es nur 27 Fälle von Reinfektionen. Anna Shvets@Pexels

Antikörper können auch anderen helfen

Diese Antikörper können aber nicht nur Erkrankte vor einer Reinfektion schützen, sie können auch anderen Corona-Patienten helfen. In den USA wurden bisher Behandlungen durchgeführt, bei denen schwer an Covid-19 erkrankten Menschen das Blutplasma von Genesenen verabreicht wurde, das deren Antikörper enthält. Eindeutig sind die Ergebnisse zwar nicht, es zeigt sich aber, dass diese Patienten etwas häufiger überlebten.

Ob es tatsächlich an fehlenden Antikörpern liegt oder ob das Virus mutiert ist und sich die Menschen deswegen erneut mit dem Coronavirus infiziert haben, ist noch unklar. Um klare Ergebnisse vonseiten der Forschung zu bekommen, gibt es bisher zu wenige Reinfizierte.


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