"Covid-Symptome flammen vor Periode wieder auf": So beeinflusst Corona bei ehemals Infizierten die Regelblutung

Eine Covid-19-Erkrankung kann bleibende Schäden am Körper hinterlassen - das gilt momentan als erwiesen. Doch eine Folge war bisher noch unbekannt und betrifft vor allem die Frauenwelt...

"Covid-Symptome flammen vor Periode wieder auf": So beeinflusst Corona bei ehemals Infizierten die Regelblutung
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Corona betrifft Frauen ganz anders als Männer, vor allem bei der Schwangerschaft passieren immer wieder wundersame Dinge. Aber auch die Corona-Impfung soll beispielsweise bei Frauen wirksamer sein.

Jetzt berichten einige Frauen, die eine Erkrankung mit dem Coronavirus bereits durchgemacht haben, von Auswirkungen auf ihre Periode. So sollen die betroffenen Frauen seitdem an unregelmäßigen Zyklen, ungewöhnlicher Gerinnung ihres Periodenbluts oder stärkeren PMS-Symptomen leiden.

Covid-Symptome flammen kurz vor der Periode wieder auf

Eine Frau, die eine Infektion mit dem Virus durchgemacht hat, erzählt gegenüber Medical News Today, dass sich ihre Periode in Sachen Häufigkeit, Länge, Fluss Intensität und Schmerzlevel verändert habe.

Und ich merke, dass meine Covid-Symptome kurz vor der Periode wieder aufflammen, was total verwirrend ist, weil meine Menstruation so unregelmäßig kommt.

Eine weitere Betroffene, die sich im März mit Covid-19 infiziert hatte, berichtet, dass ihre Menstruation daraufhin zwei Monate komplett ausgefallen sei. Dafür sei ihre Periode in den Folgemonaten extrem lang gewesen, die Blutung habe immer wieder aufgehört und dann wieder angefangen.

Dazu passt eine Schilderung einer weiteren Frau, die Monate nach ihrer Coronavirus-Infektion noch immer eine ungewöhnliche Gerinnung ihrer Monatsblutung bemerkt.

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Die Periode kann durch Corona laut mancher Frauen stärker und langanhaltender werden. Polina Zimmerman@Pexels

Gynäkologin bestätigt Theorie

Gynäkologin Dr. Annette Maleika bestätigt diese Veränderungen, indem sie eine Erklärung dafür parat hat: Stress. Und dieser tritt bei einer Infektion mit Covid-19 definitiv auf. So erklärt die Medizinerin:

Stress steigert die Cortisol-Produktion und diese kann die Produktion der weiblichen Hormone wiederum beeinflussen. Durch das veränderte Gleichgewicht kommt es zu Zyklusstörungen. Diese Symptome können auch nach Operationen, anderen Infektionen oder in starken Stress-Situationen auftreten.

Menstruationsstörungen als Folge einer Corona-Infektion schätzt die Frauenärztin demnach durchaus als plausibel ein. Ein Grund mehr, sich vor dem Virus zu schützen...

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