Das Ende der Pandemie im Oktober? Britische Experten schenken Hoffnung

Obwohl immer mehr Menschen geimpft sind, steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen wieder. Trotz der schlechten Neuigkeiten hat ein führender Epidemiologe aus dem Vereinigten Königreich eine hoffnungsspendende Prognose.

Das Ende der Pandemie im Oktober? Britische Experten schenken Hoffnung
Weiterlesen
Weiterlesen

Professor Neil Ferguson, ist einer der leitenden britischen Epidemiologen und hat den ersten Lockdown im Vereinigten Königreich maßgeblich mitbestimmt, weswegen er von vielen auch Professor Lockdown genannt wird.

Er ist überzeugt, dass durch die Impfung trotz steigender Zahlen alles anders laufen wird. Gegenüber dem BBC Radio 4 erklärt er:

Die Auswirkung er Impfungen sind in insofern sehr hilfreich, weil sie Krankenhauseinweisungen und Todesfälle reduzieren und ich bin zuversichtlich, dass wir Ende September/Oktober schon auf den Großteil der Pandemie zurückblicken werden.
Es wird Covid immer noch geben und es werden nach wie vor Menschen daran sterben, doch den Großteil der Pandemie werden wir hinter uns haben.
Wie überall auf der Welt hofft auch Großbritannien auf ein baldiges Ende der Pandemie.  Ben Garratt@Unsplash

Noch nicht aus dem Gröbsten raus

Im Vereinigten Königreich gibt es aktuell täglich rund 23.000 Neuinfektionen und auch in Deutschland steigen die Zahlen wieder, auch wenn wir noch weit von einem solchen Ausmaß entfernt sind.

Auch das Norovirus ist seit Lockerungen der Kontaktbeschränkungen in Großbritannien wieder auf dem Vormarsch. So sind wir auch bezüglich der Pandemie auch noch nicht aus dem Gröbsten raus. Professor Ferguson erklärt:

Wir müssen vorsichtig bleiben, insbesondere mit den steigenden Kontaktzahlen, wenn das Wetter wieder schlechter wird und die Schule wieder losgeht.
Wir sind noch nicht aus dem Gröbsten raus, doch die Formel ist nun eine ganz andere.

Krankenhauseinweisungen nehmen zu

Wir können nur hoffen, dass die Situation in Deutschland nicht wieder so schlimm wird wie aktuell im Vereinigten Königreich, wo die Krankenhauseinweisungen aktuell wieder einen Höhepunkt erreich haben und das Gesundheitswesen völlig überlastet ist.

Dennoch wurde unter Premierminister Boris Johnson am 19. Juli der lang geplante Freedom Day durchgeführt, an dem alle Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus aufgehoben wurden. Nun beruht die Gesundheit Großbritanniens nur noch auf dem Verantwortungsbewusstsein der Briten.