Digitaler Impfpass: Was du wissen musst

Das Internationale Impfbuch nach den Standards der Weltgesundheitsorganisation WHO ist schon 60 Jahre alt - doch in dieser ganzen Zeit hat es noch nie so viel Aufregung erlebt wie jetzt. In Zeiten von Covid-19 scheint es jetzt überholt und soll für den Nachweis von Impfungen bei internationalen Reisen bald nicht mehr ausreichen..

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Der erste Schritt, um das gelbe Büchlein nun durch einen digitalen Impfpass zu ersetzen, ist das EU-Impfzertifikat. Die Grundlagen für dessen Ausgestaltung sind nun von Seiten des Europäischen Parlaments beschlossene Sache. Das Dokument soll den Nachweis von Covid-19-Impfungen fälschungssicher machen und in einer App auf dem Smartphone hinterlegt werden, wie die Bild berichtet.

Impfzertifikat: Digital und in Papierform

Des Weiteren soll dieses Dokument je nach Bedarf sowohl digital, als auch in Papierform existieren. Wie die Digitalisierung des Impf-Zertifikats in die Smartphone-App vonstatten gehen soll, ist bisher allerdings noch nicht abschließend geklärt. Jeder der EU-Mitgliedsstaaten soll diesbezüglich an eigenen Lösungen arbeiten. In Deutschland ist der Plan, das Dokument in die offizielle Corona-Warn-App zu integrieren. Dies erfordert ein Update der App, welches bis Ende Juni geplant ist.

Für all jene Stellen, die sich von der Echtheit einer Impfung überzeugen müssen, ist der digitale Impfpass ein klarer Vorteil, da er erhöhte Sicherheit vor dem Betrug mit gefälschten Impfnachweisen bietet. Allerdings soll der digitale Impfpass "lediglich ein freiwilliges und ergänzendes Angebot" bleiben, wie es in einer aktuellen Information des Bundesgesundheitsministeriums heißt.

Gelbes Impfbuch weiterhin unerlässlich

Nach wie vor gilt also das gelbe Impfbüchlein als offizieller Nachweis der Corona-Impfung. Gerade für alle vollständig Geimpften ist es daher unerlässlich, da es vorerst als einziger Beweis für einen vollständigen Impfschutz fungiert. Laut der Bundesregierung gibt es derzeit rund 11 Millionen vollständig Geimpfte in Deutschland.

Noch ist unklar, wie bereits Geimpfte an ihre Zertifikate kommen werden. Laut Bild-Informationen sei hierfür eine Beteiligung der Apotheken, Hausärzte und Impfzentren geplant. Eines ist jedoch in jedem Fall sicher: Das gelbe Impfbuch hat bei Weitem noch nicht vollends ausgedient und ist unbedingt weiterhin aufzubewahren - zumindest, bis die Übergangszeit hin zum digitalen Impfpass der Vergangenheit angehört.