Eierstockkrebs: Das sind die ersten Anzeichen

Bei der Mehrzahl der Betroffenen wird der Krebs nicht frühzeitig diagnostiziert, weil die Anzeichen leicht zu übersehen sind.

Eierstockkrebs kann behandelt werden, wenn er frühzeitig erkannt wird, bevor er sich über die Eierstöcke hinaus ausbreitet. Die meisten Betroffenen - vier von fünf Personen- sind sich jedoch nicht bewusst, dass die Krankheit im Frühstadium keine erkennbaren Anzeichen aufweist. Es gibt jedoch einige subtile Symptome, auf die man achten kann.

Risikofaktoren

Wie bei den meisten Krebsarten lässt sich kaum feststellen, ob man anfällig für diese Krankheit ist. Tatsächlich erkranken die meisten Frauen, ohne ein hohes Risiko zu haben. Es gibt jedoch einige Faktoren, die das Risiko einer Erkrankung erhöhen können. Besonders gefährdet sind Frauen...

  • im mittleren Alter oder älter
  • die ein enges Familienmitglied haben, das die Krankheit hatte
  • osteuropäischer oder aschkenasischer jüdischer Abstammung
  • die eine Vorgeschichte mit Endometriose haben
  • die bereits an anderen Krebsarten wie Brust-, Darm- oder Gebärmutterkrebs erkrankt sind, haben ein höheres Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken

Unauffällige Symptome

Frühe Anzeichen von Eierstockkrebs können sich wie gewöhnliche Gesundheitsprobleme wie Harnwegsinfektionen oder Reizdarmsyndrom äußern.

Ohne einen Arztbesuch könnten diese Symptome leicht übersehen werden, was die Behandlung verzögert und das Risiko erhöht, dass sich der Krebs auf andere Körperteile ausbreitet. Wenn dies geschieht - was in vielen Fällen der Fall ist - sinkt die Überlebensrate.

Einige der Symptome, die unbemerkt bleiben können, sind:

  • Blähungen: Dies ist während der Menstruation oder beim Verzehr bestimmter Lebensmittel normal, aber anhaltende Blähungen können ein Anzeichen für Eierstockkrebs sein und sollten einem Arzt gemeldet werden.
  • Unterleibs- oder Beckenschmerzen: Dies ist eines der von den Patientinnen am häufigsten genannten Symptome. Manche Frauen vergleichen die Schmerzen mit Menstruationskrämpfen, als ob sie von innen zusammengedrückt würden. Auch dies sollte man nicht abtun, wenn es andauert, sondern einen Arzt aufsuchen.
  • Änderung der Verdauung: Viele Menschen mit Eierstockkrebs leiden auch unter Verstopfung, Durchfall oder häufigem Wasserlassen. In diesem Zusammenhang berichten einige Patientinnen über Brennen beim Wasserlassen oder das Gefühl einer vollen Blase nach dem Wasserlassen.
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Visoot Uthairam@Getty Images

Andere Anzeichen sind Appetitlosigkeit, Schluckbeschwerden, Rückenschmerzen, Schmerzen beim Sex und Veränderungen im Menstruationszyklus. Wer eines dieser Anzeichen bemerkt, sollte mit dem Arzt oder der Ärztin sprechen.

Wie immer gilt es, auf den Körper zu hören und auf das eigene Bauchgefühl zu vertrauen. Es ist durchaus möglich, dass es zu Fehldiagnosen kommen kann, weil die Symptome denen anderer Erkrankungen ähneln. Fragt deshalb ruhig explizit nach Eierstockkrebs, wenn ihr einen Arzt aufsucht.

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