Endometriose: Hinter ihrem aufgeblähten Bauch verbirgt sich eine schwere Erkrankung
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Endometriose: Hinter ihrem aufgeblähten Bauch verbirgt sich eine schwere Erkrankung

Abbie Eckert leidet unter den ständigen Kommentaren wegen ihres aufgeblähten Bauches - häufig wird sie für schwanger gehalten. Erst Jahre später erfährt sie, dass eine schwerwiegende Erkrankung dahintersteckt.

Jahrelang hadert die Britin Abbie Eckert mit ihrem Äußeren. Sie kann einfach nicht verstehen, warum ihr Bauch so dick ist, bis eines Tages eine Endometriose bei ihr festgestellt wird.

Blähbauch oder Endometriose?

Bei einer Endometriose wachsen an der äußeren Gebärmutterschleimhaut gutartige Geschwüre, die sich unbehandelt immer weiter ausbreiten. Dies kann dazu führen, dass der Bauch aufgebläht aussieht.

Bei vielen Frauen kommt es zu einem asymptomatischen Krankheitsverlauf, während andere hingegen unter heftigen Beschwerden wie starken Schwellungen und Schmerzen leiden. So auch bei Abbie Eckert.

Endometriose: Immer starke Bauchschmerzen während der Regel und ein aufgeblähter Bauch. eclipse_images@Getty Images

Starke Regelschmerzen und ein aufgeblähter Bauch

Während und kurz vor ihrer Periode plagen die heute 24-Jährige regelmäßig so heftige Schmerzen, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden muss. Damals halten die Ärzte ihre Beschwerden für Regelschmerzen.

Zusätzlich zu den unerträglichen Schmerzen leidet Abbie jedoch auch sehr unter ihrem Äußeren. Und vor allem nachdem sie eine Fehlgeburt erlitten hat, verletzt es sie, ständig gefragt zu werden, ob sie schwanger ist. Damals weiß sie noch nichts von ihrer Erkrankung und dass diese ihre Fruchtbarkeit beeinträchtigt.

Es folgt die Diagnose

Kurz darauf wird 2014 bei Abbie schließlich die Krankheit Endometriose im Stadium IV diagnostiziert – die schwerste Form dieser oft chronischen Erkrankung.

Abbie kann es nicht glauben, dass sie so lange in Unwissenheit und mit den Schmerzen gelebt hat. Heute engagiert sie sich daher, um Frauen für das Thema zu sensibilisieren. Und auch Thomas Röder, Leiter des Endometriose-Zentrums in Köln, rät, besser einmal mehr zum Arzt zu gehen:

Sobald Sie kurz vor oder während der Monatsblutung regelmäßig Schmerzmittel nehmen müssen, sollten Sie mit Ihrem Gynäkologen über die Möglichkeit einer Endometriose sprechen. Falls der Verdacht, erkrankt zu sein, tatsächlich besteht, sollten Sie nicht vor einer Bauchspiegelung zurückschrecken. Sie erfolgt unter Narkose und ist oft auch ambulant möglich.

Wartet nicht zu lange und geht zum Arzt!

Abbie hat am eigenen Leib erfahren, wie schmerzhaft aber auch psychisch belastend diese Erkrankung sein kann. Erst mit ihrem neuen Lebenspartner konnte sie lernen, sich und ihren Körper zu akzeptieren.

Ständige Gedanken darüber, ob sie denn "fett" sei oder "einfach nur übermäßige Regelschmerzen" habe, erschwerten ihr lange Zeit das Leben. Heute weiß sie, dass sie an einer chronischen Erkrankung leidet, die man besser früher als zu spät entdeckt. Wartet auch ihr nicht zu lange, wenn ihr Bedenken habt und sucht einen Arzt auf!

Von Maximilian Vogel

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