Entsetzen in den USA: Todesstrafe bald für dieses Frauenrecht

Entsetzen in den USA: Todesstrafe bald für dieses Frauenrecht

Krasser Rückschritt in den USA. Gerade studiert der Gesetzgeber in Texas einen Gesetzesentwurf, der ein hart erkämpftes Frauenrecht mit der Todesstrafe ahnen will. Die Öffentlichkeit ist entsetzt. 

 

Amerika unter Donald Trumps Präsidentschaft erstaunt Europa immer wieder aufs Neue. Und das nicht auf eine positive Weise. Erst kürzlich schockierte die Nachricht einer Waffenausbildung für Lehrer, die sich mit Pistolen verteidigen dürfen. 

Frauenrecht mit Tod bestraft 

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Aber jetzt nimmt die Entwicklung der Frauenrechte eine erschreckende Dimension an. Oder vielmehr eine beunruhigende Richtung. Wie die Washington Post auf ihrer Internetseite berichtet, wurde ein besonders kontroverser Gesetzesentwurf gegen Abtreibungen kürzlich im Repräsentantenhaus von Texas diskutiert und letzten Endes verworfen. 

Der Gesetzestext sah ein vollständiges Verbot von Abtreibungen vor, da diese als Tötungsdelikt angesehen und daher mit der Todesstrafe geahndet werden sollten. In dem Bundesstaat werden übrigens auch am meisten Todesstrafen durchgeführt, erläutert die Washington Post. Der Gesetzesentwurf hat wenig Chancen, tatsächlich umgesetzt zu werden, aber er sagt viel darüber aus, wie es um die Frauenrechte in Amerika derzeit steht.  

Laut der Internetseite The Cut hat die Debatte, die vor der Commission on Civil Right des Texas House am 8. und 9. April stattgefunden hat, zu überraschenden Ergebnissen geführt: Der Gesetzesentwurf wurde von 450 Personen befürwortet, von denen die große Mehrheit vehemente Abtreibungsgegner sind. Darunter zum Beispiel Jim Braxa, der Präsident des Vereins gegen Abtreibung "West Texans for Life",der gegenüber der Washington Post erklärte: "Eine Frau, die einen Mord begeht, muss durch einen Mord bestraft werden."

Martin Gerst
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