Enttäuschung über Spahns Impfpolitik: Doch keine Extradosen für Jugendliche!

12 bis 15-jährige sollen bis zum Herbst ein Impfangebot bekommen. Das hat Jens Spahn jedenfalls versprochen. Jetzt gibt es Zoff, weil er sein Versprechen offensichtlich nicht halten kann.

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Der gestrige Impfgipfel geht für viele Betroffene eher enttäuschend aus. Es ging unter anderem um die Zulassung und die Verteilung des Corona-Impfstoffes für Kinder und Jugendliche.

Kinder können auch ohne STIKO-Empfehlung geimpft werden

Mitte Juni wird die Ständige Impfkommission (STIKO) ihre Entscheidung bezüglich einer Empfehlung für Kinderimpfungen gegen das Coronavirus bekanntgeben.

Momentan sieht es aufgrund der noch unzureichenden Datenlage zu dem Thema danach aus, dass die STIKO keine Empfehlung für das Impfen Minderjähriger aussprechen wird.

Doch selbst dann dürfen laut neuem Regierungsbeschluss 12 bis 18-Jährige mit dem Einverständnis ihrer Eltern geimpft werden, sobald die Impfpriorisierung am 7. Juni endet.

Kinderimpfungen anders, als erwartet

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) lässt voraussichtlich am Freitag den Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder ab zwölf Jahren zu. Dann können auch sie Impftermine vereinbaren.

Allerdings gilt für sie das gleiche Verfahren, wie für den Rest der Deutschen: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Einige Politiker sind entrüstet, denn das war so anscheinend nicht ausgemacht.

Spahn machte Versprechen, die er nicht halten kann

Bis vor kurzem heißt es noch, das Gesundheitsministerium würde allen Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren bis Ende des Sommers ein Impfangebot machen.

Die Länder verstehen die Aussage des Gedundheitsministers als Versprechen, zu den vorhandenen Impfdosen zusätzliche Dosen für die Jugendlichen zu bestellen.

Doch nun stellt sich heraus: Es gibt nicht genügend Impfstoff. Das bedeutet, die unter 16-Jährigen müssen sich in der Reihe hinten anstellen. Das schürt den Zorn gegen Jens Spahn.

Kinder werden in der Pandemie vernachlässigt

Der Gesundheitsminister lässt zuvor im Gespräch mit der Bild am Sonntag verlauten, wie sehr ihn das Leid der Kinder beschäftige. Er will ihnen das Impfversprechen geben.

Aber woher genau der ganze Impfstoff kommen soll, weiß Keiner so genau. Anscheinend nicht einmal Jens Spahn. Schon öfter wurde die Kritik laut, die Berdürfnisse der Kinder und Jugendlichen werden in der Pandemie nicht gehört.

Zumindest Bayerns Ministerpräsident versucht, das Volk aufzumuntern. In der auf den Gipfel folgenden Pressekonferenz erklärt er, dass immer mehr und immer schneller geimpft wird:

Es wird in Deutschland jeden Tag besser.