Erschreckende Entdeckung: Coronavirus in Eiscreme gefunden!

Das Coronavirus ist erneut im Nordosten Chinas aufgetaucht - allerdings auf etwas andere Art, als man vielleicht denken würde. Denn in Eiscreme erwartet man das tödliche Virus nicht unbedingt.

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Die Herkunft von Sars-CoV-2 ist noch immer nicht bestätigt, obwohl Wissenschaftler bereits beunruhigende Entdeckungen dazu gemacht haben.

Und als würde die Infektion mit Covid-19 von mehr als 93 Millionen Menschen auf der ganzen Welt nicht ausreichen, taucht das Virus vor ein paar Monaten auch noch in Eiscreme auf.

Drei Eisproben - Schokolade, Erdbeere und Taro - werden nach einem Bericht lokaler chinesischer Medien positiv auf Spuren des Coronavirus getestet.

Zuvor werden sie einer Lebensmittelinspektion in der nordostchinesischen Gemeinde Tianjin unterzogen, wie die HuffPost berichtet. Die Proben kommen aus dem Hause der Tianjin Daqiaodao Food Company, die Kuchen, Eis und andere Tiefkühlprodukte herstellt.

China: Eiscreme mit Coronavirus kontaminiert

Das Unternehmen wird sogleich nach der Entdeckung geschlossen: Alle Waren, die aus dem Lager des Unternehmens bereits verteilt worden sind, werden laut des Berichts nachverfolgt und alle 1.662 Mitarbeiter unter Quarantäne gestellt.

Sämtliche Mitarbeiter:innen müssen sich testen lassen. Die infizierten Proben aus Milch und Molkepulver, welche aus Neuseeland und der Ukraine importiert wurden, stammen aus einer Charge von 4.836 Kartons.

Mehr als 2.700 davon sind bereits im chinesischen Lebensmittelmarkt in Umlauf, während der Rest im Lager verblieben sein soll. Gesundheitsämter fordern die Einheimischen dazu auf, den Kauf der Eiscreme zu vermeiden.

Mittlerweile muss auch beim Genuss auf Eis auf eine Corona-Gefahr geachtet werden. Lukas@Pexels

Virologe Griffin: "Wir müssen wahrscheinlich nicht in Panik geraten"

Es ist unklar, wie COVID-19 seinen Weg in eine Charge gefrorener Milchprodukte gefunden haben könnte. Aber diese Situation ist sehr wahrscheinlich einmalig.

Das sagt der Virologe der Universität Leeds, Dr. Stephen Griffin, gegenüber Sky News. Das Virus sei womöglich aufgrund seiner kalten Lagertemperatur noch auf dem Eis vorhanden.

Eine 2010 durchgeführte Studie mit dem SARS-Coronavirus (das mit COVID-19 verwandt ist) zeigt, dass das "infektiöse Virus 28 Tage lang bei etwa 3 Grad Celsius persistiert" und auch bei niedrigeren Temperaturen lange Zeit überlebensfähig ist. Griffin meint dazu:

Natürlich ist jeder Grad an Kontamination nicht akzeptabel und gibt immer Anlass zur Sorge, aber es besteht die Möglichkeit, dass dies auf ein Problem mit der Produktionsanlage und möglicherweise auf die Hygiene im Werk zurückzuführen ist. Wir müssen wahrscheinlich nicht in Panik darüber geraten, dass jedes Stück Eis plötzlich mit dem Coronavirus kontaminiert ist.