"Es ist ernst, Leute": Jens Spahn und RKI-Chef Lothar Wieler über Corona-Tempo alarmiert

Das Robert Koch-Institut (RKI) erneut einen neuen Rekord bei den täglichen Neuinfektionen. Besonders besorgt zeigt es sich über die Schnelligkeit der Ausbreitung des Virus'.

Während weltweit die Sorge über die im südlichen Afrika entdeckte neue Corona-Variante wächst, schreitet in Deutschland die vierte Welle mit unverminderter Wucht voran.

Infektionsrekord in Deutschland

Am Freitag vermeldet das RKI mit über 76.000 gemeldeten Fällen gar einen erneuten Rekordwert bei den Neuinfektionen. Erst gestern war die Schwelle von 100.000 Corona-Toten in Deutschland überschritten worden.

Vor einer Woche lag die Zahl der Neuinfektion noch bei etwa 52.000. Die neuen Werte entsprechen einem Tagesplus von über 20.000 binnen 7 Tagen. Besonders die Schnelligkeit der Ausbreitung des Virus' bereiten dem RKI und der Politik nun Sorgen.

Wieler und Spahn zeigen sich alarmiert

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem geschäftsführenden Gesundheitsminister Jens Spahn findet RKI-Präsident Lothar Wieler deutliche Worte für die aktuelle Entwicklung:

Die Zahlen gehen steil nach oben und zwar in allen Bundesländern.

Gesundheitsminister Spahn schließt sich an und fordert neue Kontaktbeschränkungen, um die Verbreitung des Virus' zu verlangsamen. Großveranstaltungen müssten abgesagt werden. "Es ist ernst, Leute", fasst Spahn die Lage zusammen. Und weiter:

Die Zahl der Kontakte muss runter, deutlich runter. Es braucht deutlich mehr Kontaktbeschränkungen.

B.1.1.529: Sorge vor neuer Variante

Gänzlich zur Unzeit kommt derweil die Meldung über den neuen Corona-Stamm, der von Forscher:innen in Südafrika entdeckt von ist. Die Virusvariante B.1.1.529 weist womöglich gleich mehrere alarmierende Eigenschaften auf. Ersten Erkenntnissen zufolge ist sie:

  • Hochansteckend (mehr als die Delta-Variante)
  • und möglicherweise ganz oder teilweise impfstoffresistent.

Erste Länder haben bereits reagiert und für Südafrika und andere Staaten Reisebeschränkungen verhängt, darunter auch Deutschland. Spahn zeigt sich besorgt:

Das Letzte, was uns jetzt noch fehlt, ist eine eingeschleppte neue Variante, die noch mehr Probleme macht.
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