Essen wegen Stress oder aus Langeweile: So lässt es sich vermeiden!
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Essen wegen Stress oder aus Langeweile: So lässt es sich vermeiden!

Stressessen ist ungesund und führt schlimmstenfalls zu einem Teufelskreis, der das Gewicht erhöht und gleichzeitig das Immunsystem schwächt. Doch wie kann man dieser Falle besonders im Lockdown entkommen?

"Emotional eating" bezeichnet die Tatsache, wenn man aus Frust oder in Stressituationen zu Essen greift, um sich zu beruhigen. Dabei wird oft alles, was sich in greifbarer Nähe befindet, verzehrt, was nicht selten zu Übergewicht und einem schlechten Gewissen führt.

Dieses schlechte Gewissen wiederum sorgt für Frust, welcher anschließend mit Essen bekämpft wird - und schon hat sich der Teufelskreis geschlossen. Genau diese Form von falscher Ernährung belastet das Immunsystem und führt zu einem allgemeinen Unwohlsein. Doch es gibt Mittel und Wege, diesem Teufelskreis zu entkommen.

Essen aus Stress ist keine gute Idee.  Anthony Lee@Getty Images

Tipp: Mehrere kleine Portionen auf den Tag verteilen

Auf der Webseite self.com erklärt Ernährungsberaterin Wendy Lopez, dass es oft einfach der Hunger sei, der in der Kombination mit Stress zu unkontrollierter Nahrungsaufnahme führe.

Wie also lässt sich Hunger am besten vermeiden? Indem man über den Tag hinweg regelmäßige kleinere Mahlzeiten zu sich nimmt. Dabei kommt es weniger auf das "wie oft", sondern viel mehr auf das "was" an.

Eine ausgewogene Kombination aus Kohlenhydraten, Eiweiß, Ballaststoffen und Fett hält Lopez für sinnvoll. In der Regel helfe laut der Expertin eine solche Mahlzeit, Heißhungerattacken zu vermeiden und ohne zusätzliche Snacks bis zum nächsten Essen durchzuhalten. Dabei sollten es drei Mahlzeiten pro Tag mindestens sein, mehrere kleinere Portionen seien allerdings auch möglich.

Tipp: Drei Fragen für Stressesser

Des Weiteren helfe das Erstellen eines Ernährungsplans, um sich bewusst zu machen, in welchen Situationen am Tag man zu welcher Art von Mahlzeiten greift. Dabei helfen laut Lopez drei Fragen, an denen sich Stressesser orientieren können:

  • Hilft mir dieser Weg, mein Problem zu lösen und herauszufinden, warum ich gestresst bin?
  • Benutze ich dieses Werkzeug, um meine Gefühle zu betäuben oder zu ignorieren?
  • Fühle ich mich besser, nachdem ich dieses Mittel angewandt habe?

Tipp: Ernährungsplan erstellen

Laut Lopez finden die meisten Stressesser anhand dieser Fragen heraus, dass Essen ihnen nicht langfristig dabei geholfen habe, ihre Probleme zu lösen, sondern sie im Gegenteil - eher noch verschlimmerten. Ihrer Meinung nach solle man anstelle von Essen andere Methoden anwenden, um Stress zu bewältigen:

  • tiefes und bewusstes Atmen
  • alle Probleme aufschreiben
  • Bewegung durch einen Spaziergang oder das Trainieren mit Gewichten
  • guter und ausreichender Schlaf
  • das Ansehen des Lieblingsfilms
  • die Auseinandersetzung mit den eigenen Gefühlen, wobei Weinen durchaus erlaubt ist

Schließlich gibt die Ernährungsexpertin noch mit auf den Weg, dass es keine Schande sei, ab und zu mal eine Pizza zu essen. Wichtig sei jedoch, sich die Häufigkeit bewusst zu machen und darauf zu achten, dass das Stressessen nicht zum Dauerzustand werde, sondern die Ausnahme bleibe. Doch es gibt auch Lebensmittel, die Stress lindern. Vielleicht wären diese mal einen Versuch wert.

Von Maximilian Vogel

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