Falsche Anwendung mit Menstruationstasse: Krankenschwester kämpft ums Überleben
Falsche Anwendung mit Menstruationstasse: Krankenschwester kämpft ums Überleben
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Falsche Anwendung mit Menstruationstasse: Krankenschwester kämpft ums Überleben

Sandrine Graneau hat Glück im Unglück. Weil sie eine Menstruationstasse falsch benutzt, kämpft sie um Leben und Tod. Die Folgen sind schrecklich, doch sie verliert nicht an Lebensmut.

Das hätte auch ganz anders ausgehen können. Die dreifache Mutter aus Westfrankreich wäre beinahe an dem Toxischen Schocksyndrom gestorben. Hinter diesem komplizierten Namen verbirgt sich eine Infektion, die bei Sandrine durch den falschen Gebrauch einer Menstruationstasse zustande gekommen ist.

Bakterien lösen Toxisches Schocksyndrom aus

Wie die Daily Mail berichtet, ist die 36-Jährige selbst Krankenschwester – und dennoch ist ihr dieser Fehler unterlaufen. Die Menstruationstasse darf nur eine bestimmte Zeit in der Vagina bleiben, danach muss sie entfernt werden. Diese Dauer überschreitet die Mutter aber. Sie beklagt, dass es dazu keine genauen Hinweise in der Packungsbeilage gegeben habe.

Die Anleitung der Menstruationstasse würde wichtige Informationen nicht enthalten, so die Betroffene. Lothar Drechsel / Getty Images

Die Symptome der Infektion sind Magenschmerzen und deutlicher Blutdruckabfall. Als sie ins Krankenhaus eingeliefert wird, erkennen die Ärzte, dass Staphylococcus aureus-Bakterien vom Unterleib bis in den Blutkreislauf gelangt sind, die wiederum die Infektion ausgelöst haben. Dies führt bei der Krankenschwester wiederum zum Toxischen Schocksyndrom.

Amputation ist unvermeidlich

Das Toxische Schocksyndrom wird auch "Tamponkrankheit" genannt, da es auch durch das zu lange Tragen von Tampons auftreten kann, nun kommt auch die Menstruationstasse hinzu. Es kann zu Organ- und Kreislaufversagen führen. Sandrines Lunge, Leber und Nieren werden ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen. Drei Wochen lang kämpft die Mutter auf der Intensivstation um ihr Leben.

In dieser Zeit greifen die Bakterien auch das Gewebe an Armen und Beinen an und zerstören es systematisch. Um eine Verbreitung der Bakterien zu verhindern, müssen der 36-Jährigen mehrere Finger sowie beide Füße amputiert werden.

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Ihr Kampf dauert nun schon neun Monate an, aber immerhin ist die Französin inzwischen in der Reha. Dort lernt sie den richtigen Umgang mit ihren neuen Prothesen und kann hoffentlich bald nach Hause zu ihrer Familie.

Von Maximilian Vogel
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