Frankreich: 260 Menschen erhalten abgelaufene Covid-19-Impfdosen

Mindestens 250 Menschen, darunter hundert Schulkinder, haben im September in der französischen Region Loire veraltete Dosen des Impfstoffs von Pfizer erhalten.

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Die regionale Gesundheitsbehörde Auvergne-Rhône-Alpes räumt einen "kollektiven Fehler" ein. Nach Angaben des Radios France Bleu wurde im September 2021 in der Region Loire mindestens 250 Personen eine abgelaufene Dosis des COVID-19-Impfstoffs von Pfizer verabreicht.

Abgelaufene Biontech/Pfizer-Dosen

Die Dosen sind am 6. August aufgetaut worden und konnten bis zum 5. September injiziert werden. Ein Pfizer-Impfstoff muss spätestens nach dem Auftauen aufgebraucht werden.

Dazwischen muss er im Kühlschrank bei einer Temperatur zwischen 2 und 8 °C gelagert werden. Das besagen die Richtlinien der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA).

In diesem Fall wurden die Dosen zwischen dem 7. und 21. September verabreicht. Unter den etwa 250 betroffenen Personen waren mindestens hundert Schülerinnen und Schüler.

Nach einer Untersuchung gehen die Behörden davon aus, dass die Verwechslung darauf zurückzuführen ist, dass die Dosen nach dem Auftauen nicht ordnungsgemäß beschriftet waren.

Kein Risiko

Nach Angaben von Frankreichs Nationaler Gesundheitsagentur besteht für die Hunderte von geimpften Personen kein Gesundheitsrisiko. Cécilia Haas, Kabinettsdirektorin der Gesundheitsagentur von Auvergne-Rhône-Alpes, versichert:

Ich möchte die Menschen, die von dieser Impfung betroffen sind, wirklich beruhigen, denn es sind keine Risiken für die Gesundheit der betroffenen Personen bekannt.

Allerdings kann die Wirksamkeit dieser Dosen nicht garantiert werden. Deshalb werden den betroffenen Personen bald neue Impftermine vorgeschlagen werden.

Es ist nicht der einzige Fall, in dem mehreren Menschen der falsche Impfstoff verabreicht worden ist. Auch in Deutschland müssen um die 200 Menschen ihre Impfung wiederholen, weil eine Krankenschwester einen fatalen Fehler gemacht hat.