Französische Familie versetzt ein ganzes Land in Angst und Schrecken

Französische Familie versetzt ein ganzes Land in Angst und Schrecken

Eine französische Familie hat innerhalb weniger Stunden ein ganzes Land in Angst und Schrecken versetzt. Dabei wollte sie eigentlich nur Urlaub machen...

Besagte Familie, die nach Costa Rica gekommen war, um dort ihren Urlaub zu verbringen, hat bei der Einreise nicht angegeben, dass sie möglicherweise mit Masern infiziert war.

Urlaub in Quarantäne

Die Familie wurde für sieben Tage unter Quarantäne gestellt. Was für ein Urlaub! Mit dieser Maßnahme hofft das Gesundheitsministerium von Costa Rica, die öffentliche Gesundheit zu schützen. Der nicht geimpfte fünfjährige Junge, der im Verdacht steht, mit Masern infiziert zu sein und sie ins Land eingeschleppt zu haben, sowie seine ebenfalls nicht geimpften Eltern sind im Monsenor Sanabria Hospital in Puntarenas isoliert untergebracht. Die Eltern des Jungen haben mittlerweile angegeben, dass in der Schule des Fünfjährigen vor ihrer Abreise mehrere Fälle von Masern vorgekommen sind.

Kontaktpersonen werden ermittelt 

Um die Gefahr zu bannen und zumindest eine Ausweitung der Infektion zu verhindern, haben die Behörden in Costa Rica versucht, sämtliche Personen zu ermitteln, die mit der Familie Kontakt hatten, um sie untersuchen und impfen zu können. Nach Angaben der Tageszeitung La Nación sind inzwischen schon 26 Personen geimpft worden – meist Angestellte des Hotels, in dem sich die Familie zuvor aufgehalten hat, aber auch Passagiere, die mit dem gleichen Air France-Flug wie die infizierte Familie ins Land gekommen sind.

Angst vor einem erneuten Ausbruch 

Auch interessant
Trotz räumlicher Distanz: Mädchen teilen das gleiche Schicksal

Es wird nun ein neuer Ausbruch der Krankheit befürchtet. Immerhin war die Infektionskrankheit seit 2014 nicht mehr in Costa Rica aufgetreten. Die Gesundheitsbehörden erinnern noch einmal daran, dass es sich bei Masern um eine hochansteckende Infektionskrankheit handelt, deren Virus durch Husten, Niesen und Nasensekrete (Tröpfcheninfektion) leicht übertragbar ist. Eine mit Masern infizierte Person hat im Handumdrehen 15 bis 20 weitere Personen infiziert. Eigentlich ist die Impfung in Frankreich Vorschrift und erfolgt in Form einer Kombinationsimpfung gegen Masern-Mumps-Röteln (MMR). Trotzdem lassen viele Eltern ihre Kinder nicht impfen.

Auch in Deutschland lassen viele Eltern ihre Kinder nicht impfen. Dabei können Kinder durch eine Impfung wirksam gegen Masern geschützt werden. So erkranken in Deutschland jedes Jahr mehrere hundert Menschen an Masern. Selten treten auch Todesfälle auf. Hauptsächlich betroffen von der Infektionskrankheit sind Jugendliche und junge Erwachsene.

• Sarah Kirsch
Weiterlesen
Keine Verbindung
Bitte Einstellungen prüfen