Frau hat Symptome von Wechseljahren: Doch dann sackt sie plötzlich zusammen
Frau hat Symptome von Wechseljahren: Doch dann sackt sie plötzlich zusammen
Weiterlesen

Frau hat Symptome von Wechseljahren: Doch dann sackt sie plötzlich zusammen

Mit 46 Jahren nimmt Jessica Middour an, sie befände sich nun in den Wechseljahren. Plötzliche Schweißausbrüche und allgemeines Unwohlsein sind häufig Anzeichen dafür. Doch als sie zusammenbricht, zeigt sich ein anderes Problem, das bei vielen Frauen oftmals vorkommt.

Ab einem gewissen Alter machen sich Frauen ständig Gedanken darüber, ob sie schon in den Wechseljahren sind oder wann diese eintreten. Doch diese können sehr stark variieren, auch die Nebenwirkungen sind völlig unterschiedlich - manche Frauen merken nichts davon, während andere unter den hormonellen Veränderungen leiden. Jeder weibliche Körper ist eben anders.

Dies führt dazu, dass Jessica Middour mit ihren 46 Jahren eines Tages wie selbstverständlich davon ausgeht, sich nun in den Wechseljahren zu befinden. Auch eine 49-Jährige glaubt sich fälschlicherweise auch in den Wechseljahren, doch hinter den Symptomen versteckt sich Demenz. Andere hingegen verfallen dem Glauben, diese und jene Nahrungsmittel würden die Wechseljahre entweder verzögern oder schneller eintreten lassen. Die Erkenntnisse aus der Wissenschaft verblüffen immer mehr, denn Ärzte sind sogar dabei, eine Methode zu entwickeln, die die Menopause zwanzig Jahre hinauszögern soll.

Schweißausbrüche und allgemeines Unwohlsein

Als Jessica Middour ihre Mutter zu einem Operationstermin ins Krankenhaus bringt, bekommt sie plötzlich Schweißausbrüche. Insgesamt klagt sie über ein allgemeines Unwohlsein, das sich an dem Tag noch verstärkt. Doch dann bricht sie am Krankenhausflur zusammen.

In der Notaufnahme wird die Ursache ihrer Beschwerden geklärt: Es handelt sich keineswegs um die Symptome der Wechseljahre, sondern um eine Blutvergiftung. Diese hat sie sich über eine verschleppte Harnwegsentzündung zugezogen.

Sie hat Glück, direkt im Krankenhaus zu sein, denn die Sepsis hätte tödlich enden können, wie Yahoo News berichtet. Mithilfe einer medikamentösen Infusionstherapie kann die Blutvergiftung aufgehalten werden. Doch das sollte nicht das Ende ihres Leides sein.

Sie erleidet mehrere Male eine Blutvergiftung aufgrund von Harnwegsentzündungen. Psychisch wird das zur Belastung. Image taken by Mayte Torres / Getty Images

Tritt immer wieder auf

Zwei weitere Male passiert ihr das gleiche Szenario. Nach Harnwegsentzündung kämpft sie mit einer Sepsis. Jedes Mal überlebt sie den Vorfall. Doch psychisch wird die Sepsis zur Belastung. Heute leidet sie an dem Post-Sepsis-Syndrom.

Ich musste meinen Job kündigen, weil die Nebenwirkungen einer dreifachen Sepsis einfach zu stark sind. Ich bin ständig müde, ich habe andauernde Gelenkschmerzen, ich habe das Gefühl in meinen Zehen verloren und ich kann einfache Probleme oder Aufgaben nicht lösen, wie ich es früher konnte.

Aus diesem Grund geht sie auch an die Öffentlichkeit, denn viele Frauen würden die Wechseljahre falsch einschätzen und leiden hingegen an Harnwegsinfektionen. Die schwere Immunreaktion endet nicht für jeden so glimpflich.

Von Maximilian Vogel

Keine Verbindung
Bitte Einstellungen prüfen