Fruchtsaft am Morgen? Deshalb solltet ihr darauf lieber verzichten

Wenn ihr das nächste Mal Lust auf einen Fruchtsaft habt, solltet ihr lieber zu ganzem Obst greifen. Wie schädlich Säfte, Smoothies und Co. sind, haben Forscher untersucht.

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Zu einem richtigen Frühstück gehört auch ein Glas Orangensaft. Das ist ab und zu in Ordnung, sollte aber nicht zur täglichen Gewohnheit werden. Forscher haben herausgefunden, dass Fruchtsäfte das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, erhöhen.

Ganze Früchten senken Diabetes-Risiko

Bereits 2013 ist eine in den USA geführte Studie zu dem Ergebnis gekommen, dass der regelmäßige Verzehr von ganzen Früchten wie Äpfeln, Weintrauben oder Blaubeeren das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, um bis zu 23 Prozent senken konnte. Für Fruchtsäfte hingegen haben die Forscher etwas ganz anderes herausgefunden: Bei denjenigen, die täglich eine oder mehrere Portionen Fruchtsaft zu sich genommen haben, ist das Risiko um bis zu 21 Prozent gestiegen.

Für ihre Studie haben die Forscher den Obstkonsum von mehr als 187.000 US-Amerikanerinnen und US-Amerikanern über einen Zeitraum von 25 Jahren untersucht und dabei festgestellt, dass insgesamt etwa 6,5 Prozent an durch Fettleibigkeit verursachter Diabetes erkrankt sind.

Orangensaft lieber selbst pressen

Eine im Sommer diesen Jahres erschienene Studie bestätigt die Ergebnisse aus 2013 und ergibt sogar, dass zwei Portionen Obst pro Tag das Risiko für Typ-2-Diabetes um 36 Prozent senken können. Für Fruchtsäfte konnte kein positiver Trend festgestellt werden. Die Hauptautorin der Studie, Dr. Nicola Bondonno, führt das auf den vermehrten Zuckeranteil und die geringen Ballaststoffe in Fruchtsäften zurück.

In Früchten enthaltener Zucker ist natürlich, der in Fruchtsäften jedoch wird bei der Lebensmittelherstellung zugesetzt. Diese Arten von zugesetztem Zucker werden „freie Zucker“ genannt und können zu einer Gewichtszunahme führen und das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, erhöhen.

Eine weitere Gefahr, die sich in Fruchtsäften verbirgt, ist die, dass die meisten Ballaststoffe aus ihnen entfernt wurden. Dadurch ist es sehr einfach, große Mengen in kurzer Zeit zu trinken, was wiederum bedeutet, dass man viele zusätzliche Kalorien, Kohlenhydrate und Zucker zu sich nimmt. Vielleicht presst man sich beim nächsten Frühstück den Orangensaft also lieber selbst.