Gebärmutterhalskrebs: Ist der HPV-Impfstoff wirklich wirksam?

Wissenschaftler:innen aus Großbritannien untersuchen in einer Studie, ob die Fälle von Gebärmutterhalskrebs bei Frauen, die den HPV-Impfstoff erhalten haben, zurückgegangen sind.

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Laut einer Studie, die am Donnerstag, dem 4. November, in der Fachzeitschrift The Lancet veröffentlicht wurde, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich geimpfte Frauen mit HPV infizieren und an Gebärmutterhalskrebs erkranken, deutlich geringer. Dies ist ein großer Fortschritt, der die Hoffnung und die Wirksamkeit des Impfstoffs bestätigt.

Seltenere Krebserkrankungen bei Frauen, die frühzeitig geimpft werden

Unsere Studie liefert den ersten direkten Beweis für die Wirkung der Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV) mit dem bivalenten Impfstoff Cervarix auf die Häufigkeit von Gebärmutterhalskrebs.

Dies erklären die Wissenschaftler:innen in der Zeitschrift. Ihren Ergebnissen zufolge ist ein deutlicher Rückgang der Fälle von Gebärmutterhalskrebs bei Frauen zu verzeichnen, die sich früh genug, nämlich im Alter von 12 bis 13 Jahren, impfen lassen konnten. Dank einer Impfkampagne, die 2008 in Großbritannien gestartet wurde, ist dieser Krebs fast verschwunden.

Die Studie hat jedoch ihre Grenzen, da die Wissenschaftler:innen den Impfstoff in einer bestimmten Altersgruppe untersucht haben, die nicht über Frauen über 25 hinausgeht. Sie werden daher in den kommenden Jahren die Häufigkeit von Krebserkrankungen bei diesen Frauen weiter beobachten müssen. Cnews erklärt:

Dieser Rückgang wurde im Verhältnis zum Anteil der Fälle in früheren Generationen gemessen.

Was sind Humane Papillomviren (HPV)?

Was also ist HPV? Eine Infektion mit humanen Papillomaviren gehört zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Laut papillomavirus.co.uk kommen zwischen 70 und 80 Prozent der sexuell aktiven Männer und Frauen einmal in ihrem Leben mit dieser STI in Berührung.

In den meisten Fällen handelt es sich um eine stille Infektion: Die Infizierten wissen nicht, dass sie infiziert sind, da es keine oder nur wenige Symptome gibt.

Obwohl das Virus in 90 Prozent der Fälle innerhalb von zwei Jahren vom Körper eliminiert wird, kann es sich manchmal in eine Krebsvorstufe "verwandeln".

Im Großteil der Fälle ist Gebärmutterhalskrebs mit HPV verbunden. Seit 2007 wird daher die HPV-Impfung für Mädchen und seit 2018 auch für Jungen von der Ständigen Impfkommission (STIKO) dringend empfohlen.

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