Gebiss: Eine revolutionäre Behandlung lässt Zähne "wachsen"
Gebiss: Eine revolutionäre Behandlung lässt Zähne "wachsen"
Gebiss: Eine revolutionäre Behandlung lässt Zähne "wachsen"
Weiterlesen

Gebiss: Eine revolutionäre Behandlung lässt Zähne "wachsen"

Von Lea Pfennig

Japanischen Wissenschaftlern ist es gelungen, mithilfe von Antikörpern bei Mäusen Zähne wachsen zu lassen. Dieser Fortschritt könnte auch bei Menschen zum Durchbruch bei der Behandlung von fehlenden Zähnen führen.

Diese Entdeckung könnte so manches Problem lösen. Menschen haben normalerweise 32 Zähne, manche mehr, manche weniger. Im letzteren Fall kann man Zähne ziehen lassen oder mit den zusätzlichen Beißerchen leben. Im Falle einer Nichtanlage, sprich einem angeborenen Mangel an Zähnen, kann dies schon deutlich mehr Probleme darstellen. Doch was wäre, wenn wir die Zähne, statt Prothesen oder ein Gebiss einzusetzen, einfach wachsen lassen könnten?

Diese Antikörper erneuern die Zähne

Wissenschaftler mehrerer Universitäten aus Japan haben eine erstaunliche Entdeckung gemacht. Um die Entwicklung zusätzlicher Zähne zu verhindern oder das Wachstum dieser zu kontrollieren, setzten die Wissenschaftler auf das Gen USAG-1. Mit dessen Hilfe konnten die Experten monoklonale Antikörper gegen das Protein dieses Gens herstellen.

Sie stellten die These auf, dass wenn man dieses Protein angreift, es die Zähne zum Wachsen anregt. Und Tests an Mäusen mit Nichtanlage zeigen vielversprechende Ergebnisse, wie in der Fachzeitschrift Science Advances zu lesen ist: Durch die Verabreichung der Antikörper konnten einige Zähne tatsächlich noch nachwachsen.

Noch ein weiter Weg

Ziel dieser Versuche ist es natürlich, irgendwann auch beim Menschen Zähnen wieder wachsen lassen zu können. Doch der Weg dorthin ist noch lang. Aktuell führen die Wissenschaftler weitere Tests an Frettchen durch, wie der Hauptautor der Studie Katsu Takahashi erklärt:

Frettchen haben ein ähnliches dentales Schema wie Menschen.

Nach den Frettchen sollen dann Versuche an anderen Tieren wie Schweinen oder Hunden durchgeführt werden. Wir müssen uns also noch gedulden, doch die Hoffnung auf die Wunderbehandlung ist definitiv da.


Mehr
Keine Verbindung
Bitte Einstellungen prüfen