Gesundheitsamt deckt auf: Coronavirus in Eiscreme gefunden!
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Gesundheitsamt deckt auf: Coronavirus in Eiscreme gefunden!

Von Maximilian Vogel

Im Nordosten Chinas ist das Coronavirus erneut aufgetaucht - allerdings auf etwas andere Art und Weise, als man vielleicht annehmen könnte. Denn in Eiscreme erwartet man das tödliche Virus nicht unbedingt.

Die Herkunft von Sars-CoV-2 ist noch immer nicht bestätigt, obwohl Wissenschaftler bereits beunruhigende Entdeckungen dazu gemacht haben. Und als würde die Infektion mit Covid-19 von mehr als 93 Millionen Menschen auf der ganzen Welt nicht ausreichen, ist das Virus jetzt auch noch in Eiscreme gefunden worden.

Drei Eisproben - Schokolade, Erdbeere und Taro - sind nach einem Bericht lokaler chinesischer Medien am Freitag positiv auf Spuren des Coronavirus getestet worden, nachdem sie einer Lebensmittelinspektion in der nordostchinesischen Gemeinde Tianjin unterzogen worden waren, wie die HuffPost berichtet.

China: Eiscreme mit Coronavirus kontaminiert

Die Proben kommen aus dem Hause der Tianjin Daqiaodao Food Company, die Kuchen, Eis und andere Tiefkühlprodukte herstellt. Das Unternehmen wird sogleich nach der Entdeckung geschlossen: Alle Waren, die aus dem Lager des Unternehmens bereits verteilt worden sind, seien laut des Berichts nachverfolgt und alle 1.662 Mitarbeiter unter Quarantäne gestellt worden.

Weiter hätten bis jetzt 700 Mitarbeiter der Tianjin Daqiaodao Food Company ein negatives COVID-19-Testergebnis erhalten - die verbleibenden Testergebnisse müssen noch bekannt gegeben werden.

Die infizierten Proben aus Milch und Molkepulver, welche aus Neuseeland und der Ukraine importiert wurden, stammen aus einer Charge von 4.836 Kartons.

Mehr als 2.700 davon sind bereits im chinesischen Lebensmittelmarkt in Umlauf, während der Rest im Lager verblieben sein soll. Gesundheitsämter fordern jetzt die Einheimischen dazu auf, den Kauf der Eiscreme zu vermeiden.

Mittlerweile muss auch beim Genuss auf Eis auf eine Corona-Gefahr geachtet werden. Lukas@Pexels

Virologe Griffin: "Wir müssen wahrscheinlich nicht in Panik geraten"

Es ist unklar, wie COVID-19 seinen Weg in eine Charge gefrorener Milchprodukte gefunden haben könnte, aber der Virologe der Universität Leeds, Dr. Stephen Griffin, erklärt gegenüber Sky News, dass diese verblüffende Wendung der Ereignisse wahrscheinlich eine "einmalige" und das Virus womöglich aufgrund seiner kalten Lagertemperatur noch auf dem Eis vorhanden sei.

Eine 2010 durchgeführte Studie mit dem SARS-Coronavirus (das mit COVID-19 verwandt ist) hat gezeigt, dass das "infektiöse Virus 28 Tage lang bei etwa 3 Grad Celsius persistiert" und auch bei niedrigeren Temperaturen lange Zeit überlebensfähig ist. Virologe Griffin meint dazu:

Natürlich ist jeder Grad an Kontamination nicht akzeptabel und gibt immer Anlass zur Sorge, aber es besteht die Möglichkeit, dass dies auf ein Problem mit der Produktionsanlage und möglicherweise auf die Hygiene im Werk zurückzuführen ist. Wir müssen wahrscheinlich nicht in Panik darüber geraten, dass jedes Stück Eis plötzlich mit dem Coronavirus kontaminiert ist.

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