Großbritannien: Das Norovirus ist auf dem Vormarsch

Hoch ansteckend: Neben dem Coronavirus macht sich ein weiteres Virus in Großbritannien breit, dessen Symptome niemandem zu wünschen sind! Wir erklären euch mehr.

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Die Pandemie mit ihren Lockdowns, Kontaktbeschränkungen und der Maskenpflicht hat vielen anderen Virusinfektionen wenig Chancen zur Ausbreitung geboten.

Doch jetzt, wo die Sicherheitsbeschränkungen gelockert und in Großbritannien seit dem Freedom Day sogar ganz aufgehoben wurden, feiern sie ein erfolgreiches Comeback. Unter den Rückkehrern auch eines der übelsten Viren: Das Norovirus.

Ungewöhnlich viele Fälle

Mitte Juli meldet die englische Gesundheitsbehörde (PHE) 154 Fälle, die insbesondere in Erziehungseinrichtungen - wie Kindergärten und Tagespflege - aufgetreten sind.

In den vergangenen fünf Jahren wurden im gleichen Zeitraum durchschnittlich 53 Fälle gemeldet. Professor Saheer Gharbia von der PHE erklärt, wie dies passieren konnte:

Das Norovirus, auch bekannt als Winter-Magen-Darm-Virus, trat während der Pandemie aufgrund geringer Ausbreitungsmöglichkeiten, seltener auf als gewohnt, doch mit der Lockerung der Einschränkungen, stellen wir eine Zunahme der Fälle in allen Altersgruppen fest.
In Erziehungseinrichtungen meldet die britische Gesundheitsbehörde vermehrt Fälle. La-Rel Easter@Unsplash

Was ist das Norovirus?

Norovirus ist ein kurzer Magen-Darm-Infekt, der zu Erbrechen und Durchfall führt. In den meisten Fällen geht der Infekt innerhalb von zwei Tagen vorüber, doch aufgrund seiner hohen Infektiosität kann er eine Gefahr für die Gesellschaft darstellen.

Man kann sich anstecken, indem man Kontakt zu einer infizierten Person hat, kontaminierte Oberflächen oder Gegenstände anfasst oder Lebensmittel isst, die von einer infizierten Person zubereitet wurden.

Die häufigsten Symptome

Die Hauptsymptome des Norovirus sind Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. In manchen Fällen haben die betroffenen Personen auch eine erhöhte Temperatur, Kopfschmerzen und sowie Schmerzen in Armen und Beinen. Das Norovirus kann auch im schlimmsten Fall zu einer Lebensmittelvergiftung führen.

Für gewöhnlich treten die Symptome ein bis zwei Tage nach der Infektion auf und können zuhause eigenständig therapiert werden. Am besten trinkt man viel Wasser, um nicht zu dehydrieren.

Um zu verhindern, dass ihr euch oder andere ansteckt, solltet ihr euch regelmäßig die Hände mit Wasser und Seife waschen. Alkoholische Handdesinfektionsgels, die gegen das Coronavirus eingesetzt werden, schützen jedoch nicht vor dem Norovirus.