Harnwegsinfektion: Symptome, Ansteckungsgefahr und Behandlung

Harnwegsinfektion: Symptome, Ansteckungsgefahr und Behandlung

Verspürt ihr Schmerzen beim Wasserlassen und habt vielleicht die Sorge, dass ihr eine Harnweginfektion, beziehungsweise eine Blasenentzündung habt? OhMyMag verrät euch alles Wichtige zu der lästigen und schmerzhaften Infektion, die vor allem Frauen betrifft. 

Ursache der Harnwegsinfektion

Zu den häufigsten Ursachen der Harnwegsinfektion gehört die Tatsache, dass zu wenig Flüssigkeit aufgenommen wird. Damit die Giftstoffe über den Urin aus dem Körper ausgeschieden werden können, ist empfohlen, rund 1.5 Liter Wasser täglich zu sich zu nehmen.

Eine weitere Ursache der Harnwegsinfektion ist anatomischen Ursprungs: Die Harnröhre bei Frauen ist viel kürzer als bei Männern, was bedeutet, dass die Bakterien viel leichter in die Harnblase gelangen können. Außerdem ist die äußere Öffnung bei Frauen nahe am After. Der After ist der Sitz vielerlei Bakterien wie zum Beispiel Escherichia Coli, das unter anderem im Darm vorkommt. Das erklärt auch, warum es häufig zu Infektionen kommt, wenn die Frau sich den Hintern von hinten nach vorne abwischt und nicht anders herum, nachdem sie Stuhlgang hatte.

Außerdem können andere Gesundheitsprobleme wie Nierensteine oder Diabetes ebenso einen Harnweginfekt verursachen. Kurzum, eine unzureichende Intimpflege oder eine, die zu aggressiv ist (nicht pH-neutrale Seifen und Duschgels) können ebenfalls der Ursprung einer Blasenentzündung sein.

Symptome der Harnwegsinfektion

Bei einer Frau äußert sich eine Harnwegsinfektion oder eine Blasenentzündung durch das Verlangen, häufiger aufs Klo zu gehen, einem Brennen beim Wasserlassen oder auch durch trüben und schlecht riechenden Urin. Das Ganze kann in Kombination mit Blut im Urin und leichtem Fieber auftreten.

Behandlung der Harnwegsinfektion

Nach einer cytobakteriologischen Untersuchung des Harns, der die Blasenentzündungsdiagnose bestätigen wird, wird der Arzt ein Antibiogramm verschreiben, mit dem effizient das Antibiotikum ermittelt wird, um die Erkrankung zu bekämpfen. Diese Behandlung sorgt an einem oder an mehreren Tagen dafür, dass die Krankheit und die Bakterien in den meisten Fällen komplett ausgerottet werden.  

Mit Harnwegsinfektionen verbundene Risiken

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Ein Harnwegsinfekt muss unbedingt behandelt werden. Fällt eine Behandlung aus, kann das gravierende Folgen haben und zu Komplikationen führen. Die Bakterien können die Harnröhre hinaufwandern, die Harnblase infizieren und diese durchwandern und die Nieren befallen. Sobald die Nieren infiziert sind, spricht man von einer Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis), für die eine Notfall-Hospitalisation vorgenommen werden muss.

Was auf Grund einer Blasenentzündung ebenfalls passieren könnte, ist, dass die Bakterien ins Blut übergehen und eine Blutvergiftung entsteht. Eine Harnwegsinfektion sollte also unter keinen Umständen unterschätzt werden.

• Carina Levent
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