Höheres Risiko: Neurologisches Long Covid-Symptom tritt häufiger bei Frauen auf

Ist die Covid-19-Infektion erst mal überstanden, besteht noch lange kein Grund zur Freude: Denn nach der Krankheit ist vor den Langzeitfolgen. Diese gilt es noch gründlich zu erforschen, um sie besser einschätzen und behandeln zu können.

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Zahlreiche Studien und Fallberichte haben bewiesen, dass das Coronavirus nicht nur die Atemwege angreift, sondern auch eine ganze Palette an neurologischen Symptomen und Begleiterscheinungen hervorruft, wie t-online.de berichtet.

Corona und seine Langzeitfolgen

Neurologische Langzeitfolgen treten vermehrt bei Covid-19-Patient:innen auf. Zwar lassen die Beschwerden bei einigen der Betroffenen nach etwas Zeit nach, aber es gibt auch Patient:innen, die schon in der ersten Welle an Covid-19 erkrankten und die nach wie vor unter den Folgen leiden.

Der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), Professor Peter Berlit, erläutert:

Neurologische Langzeitfolgen betreffen einen hohen Anteil der Covid-19-Patienten und wir müssen diese Menschen neurologisch nachbetreuen. Bei vielen Betroffenen verbessern sich die neurologischen Symptome zwar im Laufe der Zeit, aber wir haben auch Patienten, die bereits in der ersten Welle der Pandemie im Frühjahr 2020 erkrankten und bis heute nicht beschwerdefrei sind.

Langzeitfolge Gehirnnebel

Ein weitverbreitetes Symptom ist der sogenannte "brain fog", also der Gehirnnebel (s. Video). In einer Studie untersuchten Forscher:innen, wie häufig das Symptom vorkommt und werteten dafür gesammelte Daten von insgesamt 2.696 Patient:innen aus.

1.680, also 62,3 Prozent von ihnen, litten unter Long Covid-Symptomen. Bei 194 (7,2 Prozent) von dem Long Covid-Betroffenen trat der Gehirnnebel auf. Bei diesen 7,2 Prozent handelt es sich häufiger um Frauen als um Männer.

Um gezielt gegen die neurologischen Long Covid-Symptome vorzugehen, braucht es dringend weitere Studien, wie Professor Peter Berlit betont - ein erster wichtiger Schritt ist übrigens der Arztbesuch!