Impfprämie bei Aldi und Lidl: Was steckt hinter diesem Konzept?
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Impfprämie bei Aldi und Lidl: Was steckt hinter diesem Konzept?

Von Maximilian Vogel

Was haben Discounter-Ketten wie Aldi und Lidl direkt mit den Impfungen zu tun? Wir erklären euch dieses neue Konzept, das bereits in den USA angeboten wird...

Die Unternehmen Lidl, Aldi und die Aldi-Nord-Tochter Trader Joe’s mit Sitz in den USA bieten ihren Mitarbeitern eine einmalige Prämie an, wenn sie sich gegen Covid-19 impfen lassen, wie das Handelsblatt berichtet.

Lidl zahlt Mitarbeitern für Impfung 200 Dollar extra

Erst Corona-Bonus für Lidl-Mitarbeiter, jetzt die Impfprämie. So hat Lidl, mit Sitz in Arlington im Bundesstaat Virginia, diese Woche angekündigt, Mitarbeitern, die sich impfen lassen, 200 Dollar extra zahlen zu wollen. Mit dem Betrag sollen die Kosten gedeckt werden, die mit einer Impfung verbunden sind - wie etwa Anreise oder Kinderbetreuung.

Vergangene Woche kündigt bereits der gehobene Discounter, "Trader Joe’s", eine Aldi-Nord-Tochter, an, unter den Mitarbeitern eine Prämie für eine Impfung ausschreiben zu wollen.

Nun ziehen auch jene Aldi-Märkte in den USA nach, die zu Aldi Süd gehören. Die deutschen Einzelhändler nehmen damit in den USA eine Vorreiterrolle ein, denn von den US-Einzelhändlern haben bisher nur "Dollar General" und der Lieferdienst "Instacart" versucht, ihre Mitarbeiter auf diese Weise zum Impfen zu motivieren.

Auch der Discounter Lidl setzt in den USA auf eine Impfprämie. K. Mitch Hodge@Unsplash

Aldi will für Mitarbeiter Impfmöglichkeit vor Ort schaffen

Wenn Mitarbeiter eine Impfung nachweisen können, will Aldi sowohl Festangestellten als auch nach Stunden bezahlten Mitarbeitern den Bonus auszahlen. Allerdings handelt es sich hierbei um keine Pauschale, sondern zwei Stundenlöhne pro Impfung.

Der Einzelhändler will eventuell anfallende Kosten für die Impfung ebenfalls übernehmen und erwägt für die Mitarbeiter in den Lagern und Logistikzentren, eine Impfmöglichkeit vor Ort zu organisieren.

Der Aldi-US-Vorstandsvorsitzende Jason Hart erklärt, Aldi wolle mit dieser Initiative verhindern, dass Mitarbeiter nicht "zwischen Gehalt und Gesundheit" wählen müssen.

Aldi hat seinen US-Sitz in Illinois und betreibt im gesamten Land mehr als 2.000 Supermärkte in 36 Bundesstaaten und beschäftigt mehr als 25.000 Menschen.


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