Influencerin entstellt Followerinnen mit Hyaluronspritze

Influencerin entstellt Followerinnen mit Hyaluronspritze

Eine Beautybehandlung wird für mehrere Frauen zum Alptraum, weil sie einer Betrügerin zum Opfer fallen. Eine Influencerin entstellt ihre Followerinnen mit einer Hyaluronspritze. Jetzt drohen ihr mehr als zwei Jahre Haft.

Eine 27-jährige Frau aus Bochum muss sich nun vor Gericht wegen Körperverletzung verantworten. Alles beginnt relativ "harmlos". Die junge Frau gibt sich auf den sozialen Netzwerken als etwas anderes aus als sie ist - nämlich als Heilpraktikerin und wird zur Influencerin.

Doch dann fälscht sie sich eine Lizenz und behandelt mehrere Followerinnen mit Hyaloronsäure ohne medizinisches Wissen und Befugnis zu diesen Schönheitseingriffen.

Schönheitseingriff mit schrecklichen Folgen: Die Frauen werden Opfer eines Betruges. Shiny Diamond / Pexels

Schreckliche Folgen für ihre Opfer

Das Ergebnis ist nicht schön anzusehen: Einige der behandelten Kundinnen haben mit schrecklichen Folgen zu kämpfen, wie Infektionen und Schwarzfärbungen. Sie benötigen nach der stümperhaften Behandlung ärztliche Hilfe, weil ihre deformierten Gesichter schmerzen und entstellt sind.

Mit diesem Betrug an Schönheitsbehandlungen verdient die Betrügerin zwischen 350 und 650 Euro pro Sitzung. Insgesamt ergaunert sich die Frau bis zu 1,3 Millionen Euro.

Ihren Kundinnen hätte allein das Umfeld der Behandlung bereits zu denken geben müssen. Schließlich sollte sollte die Umgebung steril und hygienisch sein, um gesundheitliche Folgen auszuschließen. Die junge Frau behandelte ihre Patientinnen jedoch in einem Hotelzimmer oder in einer Wohnung. Dabei injizierte sie den unwissenden Followerinnen ohne Fachwissen Hyaloronsäure in Lippen und oder Nase.

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Folgen für die vermeintliche Heilpraktikerin

Vor dem Bochumer Gericht sagt die angeklagte Duygu Ö. Folgendes aus: "Ich wusste absolut, dass ich das nicht darf. Aber ich habe das einfach ausgeblendet - weil ich so viel Lob bekommen habe", wie die Bild berichtet. Sie muss sich nun wegen Körperverletzung, Betrug und Steuerhinterziehung verantworten. Zudem hat sie mit ihrem Schwindel gegen das Heilpraktikergesetz verstoßen.

Ihr steht eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren und acht Monaten bevor. Doch dieses Urteil dürfte noch relativ mild ausgefallen sein. Der Grund dürfte darin liegen, dass sie während des Prozesses 100.000 Euro Steuerschuld an das Finanzamt überwiesen habe. Doch sie ist nicht die Einzige in ihrer Familie, die sich dieses Deliktes strafbar gemacht hat: Auch ihre Cousine hat diesen Betrug jahrelang betrieben.

Maximilian Vogel
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